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Donnerstag, April 19, 2018

Philippinen: Ausländer werden ausgewiesen, wenn...

... sie die Regierung oder den Umstand, dass das Land vom Präsidenten ausdrücklich erwünschte Todesschwandronen hat, kritisieren.

Die familiär bedingten geschäftlichen Aktivitäten meiner (taiwanischen) Frau auf den Philippinen gehören sicher nicht zu meinen Lieblingsdingen, soviel war im Blog öfter zu lesen und waren ja ein Grund für eine Beinahetrennung, die wir neulich hatten, mit mir in Deutschland und meiner Frau eben auf den Philippinen. Doch jetzt versuchen wir Sinn in die ganze Affaire zu bringen, auch wenn ich nicht so sehr optimistisch bin, was eventuelle Rückflüsse angeht. "It's easy to make a small fortune in the Philippines. If you start with a big one." Zu Deutsch: Es ist leicht ein kleines Vermögen auf den Philippinen zu machen. Wenn man mit einem großen anfängt.

Keine Begünstigte (Opfer darf man nicht sagen denke ich) der Todesschwadron, sondern saublöde Szene aus dem Fantasy-Computerspiel "Skyrim". Ich gebe zu ich habe die Leiche etwas verschoben, um das saublöde Bild zu erhalten.


Auch die Pläne meiner Frau, dass wir die philippinische Hauptstadt Manila zu unserer neuen Heimat machten, stießen bei mir auf Ablehnung, das gebe ich gerne zu. Todesschwadronen und exorbitante Gewalt spielten da eine Rolle.

Sollten wir da irgendwann mal hinziehen oder jedenfalls eine Fraktion unserer Familie, dann wäre die Devise "Maul halten", denn Kritik durch Ausländer an der Regierung oder am Umstand, dass Todesschwadronen im Land umher gehen wird seit einiger Zeit mit Ausweisung geahndet, u.a. mit Inhaftierung in den sicher luxuriösen Gefängnissen des Landes:
https://www.theguardian.com/world/2018/apr/19/rodrigo-duterte-says-he-personally-ordered-arrest-of-australian-nun

Mit unserem laufendem Manila-Engagement vor sich hin tuckernd will ich also auch nichts negatives zum Thema sagen. Todesschwadronen. Eigentlich muss man da keine weiteren Worte verlieren. Fragt der Nachbar: "Was machen Sie beruflich". Sagt Pedro: "Bin bei der Todesschwadron." Daruf der Nachbar: "...."

Was könnte der Nachbar antworten um diesen Witz zu vervollständigen? Lassen Sie Ihre Ideen in den Kommentaren sprühen.


Mittwoch, April 18, 2018

Asian Paradiso

Hat sogar einen Swimmingpool und viele leerstehende Geschäfte.


Dienstag, April 17, 2018

Vrooom vroooom


Fast scheint es so, als würde unser kleiner roter Nissan Micra (hier March genannt) in einer Reihe mit einem ebenfalls roten Tesla SUV (mit dem Stromverbrauch von 6 Dörfern in den Karparten) und einem coolen blauen Ford Mustang an der Ampel stehen, um bei Grün auszutesten, wer die meisten PS unter der Haube hat. Na, der Nissan mit seinen 99 PS wird es nicht sein.
Tatsächlich steht der Nissan aber nur brav auf einem Bezahlparkplatz geparkt, während Oberklasseautos wie der Mustang fast immer frech an den roten Linien im absoluten Halteverbot geparkt sind. Gerade in so Nobelvierteln wie hier eben. Nobelviertel sind alle die, wo keine vergammelten Plattenbauten sind. Offenbar sind Taiwan-Cops wesentlich vorsichtiger ein teures Auto abschleppen zu lassen als ein billiges. Könnte ja  sein dass der Besitzer Verbindungen hat, etwa in die Politik, von anderen Dingen ganz zu schweigen. Habe hier schon zweimal davon gelesen, dass Polizisten Probleme gekriegt haben, weil sie Politiker wegen Trunkenheit am Steuer bzw. Geschwindigkeitsübertretung belangt haben. Die Meldungen sind aber schon lange her. Sicher ist das nicht mehr so und Leute mit teuren Autos sind einfach nur mutiger, trotz der ständig umher fahrenden roten Abschleppwagen, die mit Polizisten auf dem Beifahrersitz an Nebenstraßen erster Ordnung wie hier und Hauptstraßen sofort zugreifen und abschleppen. Bei einem falsch geparkten Nissan March etwa...

Freitag, April 13, 2018

Nachtalarm

Man liegt im Bett und schläft. Dann wecken einen diese Kratzgeräusche am Fenstergitter...

Taiwanische Wohnungen haben ja immer diese vergitterten Fenster, entweder ohne Schlüssel oder gleich ohne Schlüsselloch. Sonst sind Brände einfach viel zu langweilig. Auch das Spielzimmer von Junior, in dem ich in unserer Miniwohnung immer schlafe, weil ich harten Boden unter dem Rücken brauche statt das Bett. Vor dem Zu Bett gehen hatte ich noch etwas am Rechner gedaddelt. Das Spiel Skyrim, wo einem bisweilen Mischwesen zwischen hässlicher Frau und noch hässlicherem Vogel mit spitzen Krallen und Feuerkugeln attackieren.

Liege also nun im Bette - na ja auf dem Boden jedenfalls, da schrecke ich aus dem Schlaf. Werde wach von Kratzgeräuschem am Fenstergitter. In der Realität, nicht im Spiel. Irgendwas tackert und krabbelt da und das Geräusch wird immer lauter. In dem kurzen Moment zwischen Traum und Wachsein überlagern sich Computerspielerinnerung und Wirklichkeit. Ich werde wach und denke noch: "Where the f*ck is my sword". Definitiv ein Vorteil von Fantasywelten, dass man da immer ein Langschwert als Argumentationshilfe zur Hand hat. Ich raffe mich auf, gehe im Dunkeln zum Fenster, mache mich bereit den Vorhang zur Seite zu ziehen. Es kratzt immer noch. Was immer da rein will, müsste langsam da sein im Stockdunkeln am Fenster.

 Taipei: Grund in virtuelle Umgebungen zu flüchten


Da bellt ein kleiner Hund mit seiner Fistelstimme in der Wohnung gegenüber. WAU WAU WAU WAU. Nur viermal. Die Kratz- und Trappelgeräusche (wohl auf dem Blechdach über dem Gitter und daher viel lauter als sie sein sollten) entfernen sich rasch. Hund bleibt ruhig. Wauwi und Ludigel schlafen wieder ein.

Mentale Notiz: Mit Straßenhund im Fantasyspiel anfreunden (mein Husky dort hat leider das letzte Dungeon nicht überlebt). Gibt es in Skyrim wie auch in Taipei.


Donnerstag, April 12, 2018

Now wait a minute...

Ein Parkplatz in Taipei...

Gut, hier ist eine alte Durchgangsstraße zum Parkplatz umgebaut worden und möglicherweise haben sich alte und neue Markierungen überlagert. Dass man das einfach so stehen lässt zeigt sicher die viel laxere und oft unüberlegte Art, wie hier Fahrspuren angelegt sind. Und Kreuzungen designt und Ampeln aufgestellt und und...

Mittwoch, April 11, 2018

Weisheit


Eigentlich ist es so einfach. Wählen Sie einfach eine Tür.


Links die runde Tür mit dem Halbmond des Islam. Ein Zeichen, das wohl ursprünglich von einem vor-islamischen Mondgott her datiert. Weil fast alle Türme zur Zeit Mohammeds mit eben diesem Halbmondsymbol versehen waren, darunter eben auch die Kabba, die ursprüngliche Moschee in Medina.
In der Mitte der eckige Dacheingang mit Anlehnung an das Dachdesign eines traditionell chinesischen Tempels. Dekoriert mit dem Hakenkreuz in der hier gebräuchlichen Form (invertiert im Vergleich zum Nazi-Kreuz). Wie alle Symbole dieser Art übrigens für die Bewegungen der Sonne über das Jahr am Himmelszelt stehend (oder ein Symbol direkt für die Sonne) und daher in vielen Kulturen zu finden. Gerne hier in Taiwan für den China-Buddhismus oder seine diversen Derivate (gemixt mit Konfuzianismus oder wie auch immer) verwendet.

Rechts dann das Kreuz. Ganz so als seien Menschen Bauklötze, die man nur richtig in die Türchen einsortieren muss. Nur wo ist mein Durchgang für die große Urmutter?


...

Ach da is' ja det gesuchte Türchen.

Dienstag, April 10, 2018

Würden Sie Ihre Kinder hier fallen lassen?

Ein EKZ mit vielen Kinder-Abenteuer-Anlagen in Taipei. Natürlich alles kostenpflichtig.

 Als ich die Kinder rechts im Klettergerüst rumklettern sah und mir vorstellte, dass eine ganze Schar davon plötzlich auf die anfangs senkrecht in die Tiefe gehende Rutsche drängt, da wurde mir schon mulmig. Junior wurde instruiert, sie einstweilen nicht zu benutzen.
Ich dachte: Bei uns in meiner niedersächsischen Kleinstadt wäre dass so ein Ding für Eltern, die unbedingt ein Zimmer für die Hannovermesse-Saison vermieten wollen, aber kein Zimmer frei haben. Wenn Sie verstehen was ich meine.

Später bekam Junior doch die Erlaubnis. Die Rutsche wurde von einem Mitarbeiter betrieben, der die Kinder in einen Sack steckte und sie mit bloßen Händen ein Stück weit herunter ließ, so dass sie mit den Füßen schon die senkrechte Phase der Rutsche überwunden hatten und dann gerade in die Schräge kamen. Meine Sorge war gewesen, dass die Kinder allein rutschend sonst schief fallen würden und am Ende mit dem Kopf gegen die Seitenwände kämen, was auch bei Polsterung ziemlich viel Kraft auf empfindliche Kinderhälse ausüben würde.

So ging es gut. Trotzdem ist es irgendwo so eine Sache die solange okay ist, wie dem Operateur nicht mal ein Kind entgleitet und es schräg heruntertrudelt und am Ende doch mit dem Kopf gegen die Seite schlägt. Immer trockene Hände wünscht man dem Operateur.

 Dann doch lieber mit der Enterprise (nicht Challenger) ins All in einem anderen EKZ.