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Donnerstag, März 29, 2018

Rückwandern 2019? Wie kriminell sind "Flüchtlinge" nun wirklich

Fortsetzung der Diskussion mit mir selbst, ob wir 2019 wieder nach Deutschland einwandern. Erster Teil hier: https://osttellerrand.blogspot.tw/2018/03/deutschland-fur-junior-zu-gefahrlich.html

Wenn man über die gefühlte Sicherheitslage in Deutschland redet (ich lese ja auf Heimaturlaub täglich die Tageszeitung mit Berichten über gemesserte Mitbürger oder herausgerückte Handys und Brieftaschen), dann erntet man schnell einen Linkwust an Zahlenmaterial, der immer belegt, dass die "Rechten" das Problem sind und Deutsche viel krimineller. Das funktionierte so bis 2016, weil man da oft nur die Statistik von 2014 zur Verfügung hatte. Und die Flüchtlinge rollen ja erst seit Merkels Selfie 2015 ins Land. Natürlich sind die meisten dieser Neubürger gesetzestreu und freuen sich auf ein friedliches Leben. Aber was, wenn man mal den Zahlen 2018 auf den Zahn fühlt und alle verdächtig tendenziösen Quellen weglässt. Also weder pi-net noch "Preußische Allgemeine", aber auch nicht die Webseite der Roten Zora oder der Grünen. Auch nicht ablenken lassen von Beschwichtigungen und Selbstverständlichkeiten wie "die meisten Flüchtlinge sind gesetzestreu" und "Niedersachsen ist sicher" etc. Es ergibt sich folgendes:

Niedersachsen ("gut verallmeinbar, weil durchschnittlich" stand mal irgendwo in Sachen Kriminalstatistik):

https://www.mi.niedersachsen.de/aktuelles/presse_informationen/pistorius-niedersachsen-ist-und-bleibt-ein-sicheres-bundesland-151074.html

"Flüchtlinge":
2015: 13.084 Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße
2016: 18.655 Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße

Leider ist der Begriff "Flüchtlinge" nicht sehr sauber definiert.

Beim Thema Flüchtlingszuzug wird die Anzahl der Asylanträge genannt (https://www.fluechtlinge.niedersachsen.de/startseite/koodinierung_fluechtlingsversorgung/fluechtlinge_niedersachsen/grundsaetzliches/entwicklung-der-zugangszahlen-139059.html), was ja eigentlich ein anderes Paar Schuhe sein sollte, aber dank Merkels Nicht-Management der Flüchtlingskrise wohl das selbe ist.

Asylanträge incl. Folgeanträge:
2017: 21.586
2016: 85.582
2015: 37.975

Das sind dann also mehr Anträge als Menschen wegen Folgeanträgen, aber weil ich die Kriminalitätsrate der sog. Flüchtlinge berechnen will, dürfen es zu deren Gunsten ruhig ein paar mehr sein.

Das macht 145.143 Anträge. Ich gehe also im Folgenden von so vielen "Flüchtlingen" aus. In Anführungzeichen weil eben immer merkelartig wischi-waschi definiert.

Wenn ich da die obigen Straftaten gegenrechne, also davon ausgehe dass 145.143 Flüchtlinge die Grundmenge für die 18.655 Straftaten von Flüchtlingen 2016 sind, dann wäre das eine Kriminalitätsrate von geschlagenen 12,9%.

Zum Vergleich, die Rate von Deutschen beträgt angeblich 2%, allerdings finde ich zur Zeit den Link nicht wieder. Aus dem Volksmund hat man so 5% überliefert. Ich denke, mehr als 5% ist eine außerordentlich hohe Kriminalitätsrate.

Kann meine Rechnung von oben hinkommen?

https://www.welt.de/politik/deutschland/article172153774/Gewalt-durch-Zuwanderer-Polizeigewerkschaften-fordern-Konsequenzen.html

Laut WELT erhält man, wenn man in Nds nur die ZUNAHME der aufgeklärten Gewalttaten betrachtet, einen Anteil von 92.1% durch Flüchtlinge. Heißt also, das was wir neu dazu bekommen haben an geklärter Gewalttat geht fast ganz auf das Konto der "Flüchtlinge". In Niedersachsen sind laut der Polizeiquelle oben von 2015 auf 2016  4.798 Körperverletzungen hinzugekommen (insg. 52.018 Fälle).

Außerdem sind 13.3 % aller Gewalttaten in Nds durch eben diese Flüchtlinge begangen. Link wie oben.

Salopp formuliert könnte man also schreiben: "Sieht man nachts Flüchtlinge irgendwo herum stehen, könnte es statistisch geboten sein selbst zu flüchten." Dieser Satz stellt in Merkeldeutschland aber vermutlich bereits eine Straftat an sich da, so wie die Meinungsfreiheit beim Thema Flüchtlingspolitik bereits eingeschränkt worden ist.




Taiwans Ausländersuperstar Z.D.: ...... Ist er immer noch im Knast?

Das Verfahren um den britisch-pakistanischen mutmaßlichen Todesfahrer Z.D. hat im Prinzip das Verhältnis zwischen Ausländern und Taiwanern definiert - jedenfalls hier auf der Insel Formosa. Der Unfall war schon 2010. Was also wurde aus Z.D.?

Rückblende:

2010 betreibt Z.D. in Taipei eine kleine Computerfirma, die sich wie in Taiwan ziemlich üblich als taiwanische Zweigstelle eines US-Konzerns ausgibt. Jedenfalls landete Google immer nur bei der Taiwanfirma, nie in Übersee. Hier verwendete er wie jede andere kleine Computerbude in Taiwan auch offenbar falsche oder gar keine Microsoft-Lizenzen für die Computer. Aber darum geht es nur am Rande. Außerdem fuhr er mit einem damals schon alten Mercedes der E-Klasse zu einem Besäufnis in einer "Puff"-Karaoke-Bar, wo er sich komplett von seinen taiwanischen Trinkkumpanen abfüllen ließ, bis er nicht mehr laufen konnte. Offenbar hatte er auch schon ein PKW+Alkohol-Vorproblem gehabt. Wie dem auch sei, ein Abgestellter der Puffbar hat Z.D. dann zumindest in Richtung seines Zuhauses gefahren. Ein Foto einer Kreuzungskamera zeigt Z.D. auf dem Beifahrersitz und den Angestellten am Steuer.

Während der Fahrt kam es dann zur für einen Motorollerfahrer tödlichen Kollision mit dem zeitungsaustragenden Mann. Der Mercedes fuhr weiter und Z.D. gab zu ihn - angeblich ohne Wissen von dem Unfall nach Übernahme des Steuers volltrunken vor der Wohnung - im Parkdeck seines Wohnblocks geparkt zu haben.

Recht schnell fand ein pensionierter Polizist den bei einem Schrotthändler stehenden beschädigten Benz und in der Folge ging nun eine beispiellose taiwanische Massenhysterie los, wie ich sie so noch nie erlebt habe. Der Medienhype in Taiwan war ähnlich als man es bei der Landung von Aliens (in bunten leuchtenden Kostümen, mit drei Köpfen und sechs Geschlechtsteilen) erwarten könnte. Eine TV-Endlosschleife von immer dem selben Film im Fernsehen und eine beispiellose Vorverurteilung. Und das, obwohl er noch ziemlich unschuldig aussah anfangs.

Später sah es dann weniger gut aus für ihn, auch wenn die Verquickung von Mafia mit der Puffbar UND dem ermittelnden Polizeirevier (über Bestechungsgelder) und eben die Vorverurteilung einen fairen Prozess unmöglich machten meiner Ansicht nach.

Mein letzter Blogartikel dazu (den ich noch finden kann):
https://osttellerrand.blogspot.tw/2013/11/britischer-todesfahrer-in-schottland-in.html
Hier ist auch alles noch mal im Detail zu lesen.

Unfallfahrzeuge etc.: https://redbrickdaily.com/zain-dean-might-not-be-coming-back-to-face-the-music/

Ich merkte damals, dass die vorher uns "weiße" Ausländer an-hallo-enden Taiwaner ("where you from", "welcome to Taiwan", "can you teach my kids English") mir plötzlich öfter mal böse Blicke zuwarfen und mich im Vorbeigehen gar angrummelten. Später normalisierte sich das ganze zu eben normaler Nichtbeachtung, wie in anderen Ländern auch. Und wir bekamen Bio-Scanner an der Grenze, die nur für Ausländer sind. Weil Z.D. nämlich mit einem geliehenes Pass und weißer Schminke die Fliege gemacht hatte und über die Schweiz nach Schottland geflohen war zwischenzeitlich. In Taiwan hatte er erst 18 Monate Haft und dann in Berufung sogar 4 Jahre bekommen. Scheinbar hatte er keine Lust auf eine 4x4-Zelle mit 20 Leuten drin, wie sie in Taiwan üblich ist. Hier kann man eine Taiwanzelle sehen: https://osttellerrand.blogspot.tw/2010/09/deutsche-in-uberfullten-zellen-im.html

In der Endlosgeschichte stellte Taiwan nun einen Auslieferungsantrag an Großbritannien, wo dieser den schottischen High Court, das schottische Supreme Court und das Auslieferungsgericht in Edinburgh beschäftigt. Bis heute. Wie ist also der Stand?

Zum Schluss ging es nur noch darum, ob Z.D. eine menschenwürdige Unterbringung im Taiwan-Bau ermöglicht würde. Taiwan sicherte in der Folge ein Extrazimmer mit Dusche, Duschvorhang, frischen Handtüchern und eigenem Baseballplatz (aber ohne Baseball) zu. Außerdem sicherte man ausgesuchte Ausländer mit guten Manieren als Umgang zu, die ihn anständig behandeln würden.

Allerdings fand das Verfahren mit dem immer noch im Knast sitzenden Z.D. Ende September 2017 sein scheinbares Ende, als die Auslieferung wohl endgültig abgelehnt worden ist. In dieser Sache!
Flugs stellte nämlich Taiwan den Auslieferungsanstrag erneut, diesmal wegen Behinderung der unfehlbaren (s.o.) taiwanischen Justiz. Ergo bekam der mittlerweile 3 Jahre im schottischen Gefängnis sitzende Z.D. zwar Bewährung wegen des ersten Delikts (Todesfahrt), wird aber immer noch in Haft gehalten wegen des neuen Auslieferungsanstrags. Und Taiwan droht an, immer wieder neue Anträge zu stellen, bis.... ja bis er wohl an Altersschwäche gestorben ist.

Irgendwie hat man den Eindruck, dass die schottische Justiz auch irgendein Hühnchen mit Herrn Z.D. zu rupfen hat. Nächstes Update in 10 Jahren.

Zur relativ aktuellen Lage:
http://focustaiwan.tw/news/asoc/201609230033.aspx

Montag, März 26, 2018

Deutschland für Junior zu gefährlich? (Update)

Wir haben 2019 die Rückkehr nach Deutschland geplant. Aber soll man das in Anbetracht der Sicherheitslage auf den Straßen wirklich tun?

Mein Alptraum ist, dass mein wohlerzogener Sohn irgendwann seine Kneipen- und Disco-Zeit hat und dann irgendwann einen Run-In mit den Neubürgern aus Syrien, Irak, Afghanistan und anderen Ländern hat. Natürlich ist der Großteil dieser Menschen friedlich, die Merkel seit 2015 eingeladen hat. Aber ein kleiner Teil dieser Leute ist es gewohnt, Streitigkeiten bürgerkriegsartig mit dem Messer auszutragen. Jedenfalls wenn eine abschreckende Brutalo-Polizeimacht oder soziale Mechanismen wie Blutrache fehlen, die in ihren Heimatländern die Streitlust im Zaume hält. In Deutschland droht ein bisschen Jugendhaft, wenn sie einen "Bio-Deutschen" oder anderen Menschen "messern".

Großburgwedel ist ein verschlafenes Städtchen ganz in der Nähe meiner eigenen niedersächsischen Heimatstadt. Jetzt haben dort "jugendliche" Syrer eine Frau vorm Supermarkt "gemessert", so dass die 24-Jährige im Koma liegt. Vor 2015 wäre so etwas ähnlich wahrscheinlich gewesen wie eine Landung von Außerirdischen vor einem großburgwedler Supermarkt.


https://www.bild.de/regional/hannover/polizei/teenie-sticht-frau-nieder-not-op-55200632.bild.html

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Burgwedel-Messerstecherei-vor-Edeka-Supermarkt-bei-Hannover

Natürlich geht der Zuzug der von der Politik gewollten Neubürger weiter. Ich will ja auch gar nicht, dass etwa die "Nazi-light"-Alternative im Bundestag irgendwann mal die Regierung übernimmt und Gott sei Dank ist das völlig ausgeschlossen. Aber die Sicherheitslage lässt mich überlegen, wie ich mit meinem Sohn dort leben könnte, in diesem neuen Deutschland. Sicher mit Vorkehrungen ähnlich wie es unser Familienzweig auf den Philippinen macht. Also die Kids immer irgendwo hinfahren und abholen. Nur fehlt in Deutschland die bewaffnete Security, die Innenstadtzonen und Pub-Meilen sicher macht.

In der guten alten Zeit mussten die Deutschen noch ihre Verbrechen selber begehen... 


Ist Deutschland noch ein Land wo man seine Kinder großwerden lassen sollte? Insbesondere wo wir erst ganz am Anfang der o.g. Entwicklung stehen. Irgendwann werden sicherlich Schusswaffen Einzug halten in die neuen Jugendgangs. Aber auch gegen fünf Teenager mit Messern kann man sich halt schlecht zu Wehr setzen. Und selbst wenn man es mit dem "Kurzschwert unter der Jacke" halb scherzhaft gesagt schaffen würde, die Jugendgang in Schach zu halten, würde man anschließend sicher selbst als "Supernazi" für die nächsten Jahre in den Knast einfahren. Auch wenn die lieben zugezogenen "unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge" in Praxi vielleicht zwischen 20 und 30 sind. Oder zumindest gefährlich wie bewaffnete Erwachsene.

Ich ertappe mich dabei zu denken, dass ich wegen dem leiblichen Wohl von Junior wohl doch weiter die Smogluft im sonst sicheren Taiwan in Kauf nehmen muss.

Update: Was sagt die Kriminalstatistik? Hier die Stadt Leipzig:
https://www.mdr.de/umschau/faktencheck-sicherheitslage-mitteldeutschland-100.html
Drastischer Anstieg der ausl. Tatverdächtigen 2015 auf 2016 von 4392 auf 10343.
Taten gegen die sex. Selbstbestimmung: 2015-2016: 341 auf 399 gestiegen.
Straftaten gegen das Leben gleich geblieben mit 29 (2015, 2016) jedoch starker Anstieg gegebenüber 2014 (17).



Montag, März 12, 2018

Keine unreifen Lychee-Früchte essen!

In reformiertem Idiotendeutsch heißen sie "Litischi", wie ich gerade mit schmerzverzerrtem Gesicht gelesen habe.

Ob Litschi oder Lychee, lutschen oder kauen soll man die frischen Früchte nur im reifen Zustand mit außen roter Schale. Nicht im grünen oder halbreifen Zustand, sonst enthalten sie ein Gift, das den Blutzuckerspiegel rapide absenkt und auf nüchternen Magen schlimmstenfalls zu Hirnschäden führen kann. Sagt der FOCUS-Online, dessen täglicher Genuss natürlich auch wieder zum Hirnschaden ühren kann.

Im Gegensatz zu Deutschland hat man die Lychee hier in Taiwan ja oft in frischer Form.

https://www.focus.de/gesundheit/videos/zentrum-fuer-krankheitskontrolle-und-praevention-warnt-gefaehrliche-toxine-welche-frucht-auf-leeren-magen-zu-hirnschaeden-fuehren-kann_id_7626775.html


Dienstag, März 06, 2018

Meine taiwanbedingten Krankheiten einmal sortiert...

Meine Taiwangeschichte ist im Wesentlichen eine Krankengeschichte. Ich sage gern: ich mag Taiwan, aber hasse es, in Taipei zu leben. Es macht mich schlichtweg krank. 
Hier mal der Versuch die zig Krankheiten nach Kausalitäten so sortieren. Ich denke, der in Taipei vorherrschende Smog (Luft schmeckt nach Abgasen, ein im Park gelutschtes Eis schmeckt nach KFZ-Werkstatt, weil Autos und Mopeds ohne Kat vorbei düsen) ist der entscheidende Faktor.



Anfangszeit: 2004-2008 etwa. Taipei ist anders als heute. Weniger schicke oder gut ausgebaute Viertel, fast keine Bürgersteige, Müll zwischen den Häuserreihen. Tote Ratten in Treppenhäusern und sogar im Stadtpark. Sauberkeit hielt erst peu-a-peu mit der SARS-Epidemie - Einzug, nach der Immobilienbetreiber und Stadt gegen Dreck und wilde Müllkippen in der Stadt vorgingen. Meine Symptome in der Zeit:

a) Hautkrankheiten, bevorzugt Pilze, aber auch bakteriell. Neben der ohnehin größeren Bakterien- und Pilzwelt im wärmeren Taiwan wird sicherlich auch die Umweltverschmutzung eine Rolle gespielt haben. Regen schmeckte damals tatsächlich sauer wie Zitronenwasser - habe das einmal probiert. Dreck in der immer praktisch 100% feuchten Luft greift die Haut an und erleichtert es Krankheitserregern durchzudringen. Die damalige Angewohnheit, Treppenhäuser nicht zu reinigen und die Fäulniswolken der wilden Müllkippen im Sommer (heute alle verschwunden) taten sicher ein übriges.

b) Thrombose, will sagen Durchblutungsstörungen (in den Beinen): Hier liegt die Ursache wohl eher in meiner Tendenz, die versmogte und dreckige Umgebung durch in-der-Wohnung-bleiben zu vermeiden. Zu kleine Schuhe (damals nur bis Größe 44 zu haben; ich brauchte und brauche 45-46) und zu kleine Schreibtische taten ein übriges. Junge Taiwaner sind heute nach 14 Jahren wirklich deutlich größer geworden. Damals war vieles noch "Kindergröße" nach deutschen Maßstäben - was Kleidung und Schreibtische anbelangte. Auch hier ist der Smog wieder Teil des Problems: ohne den damals wohl noch schlimmeren Smog-Mief wäre ich wohl öfter raus gegangen.

"Endzeit", ab 2013 oder so:

Min merkwürdiges Syndrom lässt die Taiwanärzte ratlos (oder nach Landesart vor sich hin kichernd) zurück. Meine Nasensekret läuft mir offenbar in den Magen, ich habe Schwindelgefühl in Kopf und Magen, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenschmerzen. Teils kann ich mich kaum noch auf den Beinen halten. Ein zu Rate gezogener HNO-Spezialist in einem Krankenhaus kommt auf die umwerfende Diagnose "alles Einbildung". Und kichert ein bisschen beim Rausgehen. Erst mein Kleinstadt-HNO-Arzt in Niedersachsen hat wie auch die Apothekerin die Diagnose parat: Die Nebenhöhlen. Nicht nur ist damit sozusagen bewiesen, dass eine Kleinstadtapothekerin aus Deutschland mehr kann als ein Top-Arzt aus Taiwan, das Problem ist auch erkannt. Ein Blogleser empfiehlt mir eine Nasendusche (etwa bei DM in Deutschland zu erstehen samt Salzpulver). Eine Deutsche in Taipei empfiehlt mir chinesische Traditionelle Medizin. Beides zusammen und später nur die Nasendusche lösen das Problem effektiv.
Genese etwa so: Nebenhöhle gereizt->Sekret läuft in Magen->Magengrippe (kann auch auf Darm schlagen), ferner Nackenschmerzen, resultierende Rückenverspannungen, Migräne.
Da ich in Deutschland soetwas nie habe und es sogar meist ohne Behandlung auf Heimaturlaub weg ging, wird hier wieder die schlechte Luft Taipeis die Ursache sein; verbunden mit der hohen Luftfeuchtigkeit vermutlich.

Und mein gesundheitliches Horrorjahr 2015: Ein gutartiges Wachstum im Körper sorgt für Organversagen, das mich nächtens in die Notaufnahme treibt. Die konsultierten "Spezialisten" reden wieder von Einbildung, einer kichert dabei veritabel vor sich hin. Verschriebene Psychopharmaka verschlimmert die Symptome: sehr beruhigte Organe versagen noch eher. Eine in höchster Not konsultierte (Semi-)Privatklink setzt sofort (drei Kalendertage später) einen OP-Termin an. Problem erledigt. Damals wusste ich noch nicht, dass im taiwanischen Gesundheitssystem der Unterschied zwischen einem kichernden Vollidioten und einem kompetenten Arzt oftmals schlichtweg der Preis ist. Siehe meine Arztinfo Taiwan hier: https://osttellerrand.blogspot.tw/2018/01/gesundheitssystem-taiwan-arzte.html
Was ist hier die Ursache? Bei gutartigen oder gar bösartigen Wucherungen ist das immer schwer zu sagen. Aber der in Taiwan in verarbeiteten Nahrungsmitteln sehr verbreitete industrielle Flüssigkunstoff DEHP (als Palmölersatz genommen) fördert nachweislich eben das gutartige Wachstum, welches mir zugesetzt hatte. Da habe ich einst einen wissenschaftlichen Artikel zu gefunden. Eine andere taiwanische Studie kam zu dem Schluss, es sei nicht der DEHP-Skandal, sondern das (in heißem oft angeschmolzenen Plastik servierte) Seven-Eleven (Kioskmarkt-) Essen, das die hohen DEHP-Werte in Probanden erzeugen würde. Nach meinen Magenproblemen (s.o.) bin ich leider auf das vermeintlich gesündere Seven-Eleven - Essen ausgewichen und habe mich daher gewissermaßen selbst mit massiven DEHP-Konzentrationen "vergiftet". Links füge ich noch ein, wenn ich sie wiederfinde nach der langen Zeit.

Was sollte man tun in Taiwan? Ich denke, die Zustände jedenfalls in Taipei sind längst soweit, dass man einen Weltraumanzug im Freien benötigen könnte. Aber selbst wenn man den hat, irgendwann erwischt einen in Taipei immer. Im Zweifelsfall wird man von einem rasenden Taxi oder Lieferwagen vom Zebrastreifen gemäht, wie das auch schon vielen Ausländern hier ergangen ist.

Der letzte Satz sollte ein Witzchen sein, seufz. Fundierter Halbwitz sagen wir mal.



Donnerstag, März 01, 2018

Teutonische Öko-Panik, Autos

Die Trage trieb mir die Hysterie der Teutonen die Schweißperlen auf die Stirn: ist auch mein deutscher Mitsubishi demnächst von Fahrverboten betroffen?

Verwundert kann man auf die Diesel-Hysterie der Deutschen starren. Aus meiner Kindheit und Jugend kenne ich Diesel noch als rußende, lahme Kisten, die zwar wenig verbrauchten, aber dafür einen entsetzlichen Gestank verbreiteten.

Seit VW dann mit seiner TDI-Technik kam, wurden die Diesel plötzlich zum Lieblingskind des ökobewegten linksliberalen Mainstreams, Fast kein Autotest mehr mit Benzinern, nur noch Diesel wurden getestet. Plötzlich waren sie ultrasauber und eben das Nonplusultra. Viel besser als Benziner, das las man in praktisch jedem Autotest.

So ganz glauben wollte ich es nicht, konnte doch meine Nase immer noch gewissen Dieselmief erschnüffeln, wann immer so ein TDI oder später Commonrail oder was auch immer lief. Gut, das mit dem Nageln war kaum bis nicht mehr zu spüren und als Beifahrer in einem Mercedes-Roadster mit Dieselmotor wollte ich kaum glauben, wie sehr die mich in den Sitz pressende Rakete benzinerhaft fuhr. Ein Sportwagen  und Zweisitzer mit Diesel, unglaublich. In meiner Jugend in den 70ern und selbst noch in den 80ern wäre ein offener Diesel mit zwei Sitzen ein guter Witz gewesen. Aber heutzutage ist das offensichtlich anders. Toll auch immer die VW/Audi-Leistungsdaten im Vergleich zu den langweiligen Mitsubishis, die mein Vater daheim in Deutschland fuhr oder dem Nissan X-Trail, den wir in Taiwan hatten. Wahre Wunder konnte VWAUDI mit ihren Dieseln vollbringen. 4 Liter Verbrauch, 220 km/h und 7,2-Sekunden auf 100 oder dergleichen. Die hatten offenbar keine Ingenieure sondern Magier am Werke, so schien es mir. Nur stanken sie immer noch ein bisschen nach Dieseln.



Und wenn das linksliberale Ökospektrum (heutzutage also CDU, SPD, Grüne, Linke und eigentlich auch FDP) irgendetwas rotköpfig und hypernervös hochjazzen und jeden der sich dagegen ausspricht gleich als Häretiker verunglimpfen, dann hat das Phänomen meist viel mit von-einander-abschreiben und Nachplappern, aber wenig mit planvoller und überlegter Handlung zu tun. So blieb ich und erfreulicherweise auch mein Vater beim Neukauf den Dieseln fern - samt ihrem feinen Dieselgeruch, der noch immer an alte schmutzige Zeiten erinnerte. So kann ich heute aufatmen. Der vom Vater geerbte Mitsubishi ASX 1.6 2WD hat natürlich keinen Diesel und erfreulicherweise auch keinen Diesel-artigen Direkteinspritzer, sondern eine althergebrachte Benzineinspritzung. Er steht auf einer Liste von einigermaßen zukunftssicheren Benzinern, die wenig CO2 erzeugen und keine Direkteinspritzung haben: https://www.motor-talk.de/forum/gibt-es-eine-liste-mit-aktuellen-benzin-saugrohreinspritzern-t5992729.html
Wenn demnächst die Benzin-Direkteinspritzer von Fahrverboten betroffen sein sollten (wie des öfteren in der Presse angekündigt), ist unser ASX wohl "fein raus".

Also wird es noch eine Weile dauern, bis die Hysteriewelle auch ihn erfasst. Immerhin handelt es sich bei ihm um einen kompakten SUV; irgendwann ist er sicher auch mal dran. Auch wenn selbst der linksliberale Spiegel ihm gute Noten verpasst hat: http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/mitsubishi-asx-im-test-da-steckt-mehr-drin-a-1010132.html

Was man heute für ein Auto kaufen sollte, ist sicher auch so ein Thema. Persönlich würde ich heute wohl zum Hyundai oder Toyota-Hybrid - oder zum Mitsubishi Outlander (SUV-) Hybrid - greifen, wenn es sein müsste in Deutschland. Ein sinnvolle Technik, die auch auf Langstrecke alltagstauglich ist und den Verbrauch stark absenkt im Vergleich zu gleichstarken Benzinern. Ich bin ja nicht gegen moderne Umwelttechnik, sondern nur gegen das hysterische hochjazzen und anschließendes wieder-fallenlassen unserer ach so politisch korrekten Eliten in Journallie und Politik. Bezeichnend, dass man da wohl kein deutsches Auto kaufen kann mit dieser sinnvollen Übergangstechnik.

Übermorgen werden es dann sicher Elektroautos sein, wenn dereinst viele Ladestationen überall zu finden sind und neue Technologien wie die Feststoffbatterie oder die Alu-Wasser bzw. Alu-Luft - Batterie für lange Reichweiten und kurze Ladezeiten (oder Betankungszeiten bei der Alu-Wasser-Batterie) sorgen.

Meine Frau hat für den grob für 2019 angepeilten Umzug nach Deutschland fraglich ganz andere automobile Pläne, die ein bisschen taiwantypisch sind. Deutsch, möglichst mit Stern, möglichst viel PS und möglichst groß, am Besten SUV. Mit dem man dann vielleicht bald nicht mal mehr in städtische Gebiete fahren darf. Da belassen wir es doch die nächsten Jahre beim guten japanischen Stern (aus drei Diamanten), der in der Garage steht.

...Und in Taiwan fahre ich weiter mit unserem kleinen roten Nissan March aka Micra zwischen den dicken SUVs herum.