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Donnerstag, September 14, 2017

Demokratie nichts für Asiaten

... schreiben die neunmalklugen Kommentatoren auf Spiegel-Online

Spiegel-Online hat einen interessanten Bericht über den weitgehenden Abbau der Zivilgesellschaft in Kambodscha und den Regierungskurs hin zu völliger Diktatur unter chinesischer Führung: http://www.spiegel.de/politik/ausland/kambodscha-china-kommt-die-demokratie-geht-a-1167432.html 


Der Spiegel beklagt die Abkehr von der letzten demokratischen Fassade und von westlichen Werten in dem nach dem Ende der Roten Khmer immer schon recht autoritär regierten Land. Weil jetzt Kredite ohne Vorbehalte aus der VR-China zur Verfügung stehen.

Bizarr finde ich, wie selbstgerecht und neunmalklug sich die Kommentatoren äußern und sich offenbar einig sind, dass "Asiaten" eben nicht so einfach westliche Werte - will sagen Demokratie und Freiheit - übernehmen sondern ihre eigene Kultur haben. Die alte Mähr vom mit fremden Kulturen nicht kompatiblem westlichen Demokratiesystem, die auch immer wieder die KP der VR-China rezitiert.
Da kommt einem schon die Galle hoch, wenn man in einer prächtig funktionierenden asiatischen Demokratie sitzt (Taiwan aka Republik China ohne "Volks" davor) wo alte chinesische Kultur und Demokratie perfekt zusammen passen. Und eine entwickelte Zivilgesellschaft mit Demos und Bürgerinitiativen. Japan und Südkorea gibt es ja auch noch.

Oder ist Asien doch voller "edler Wilder", die so mit ihren asiatischen Werten beschäftigt sind, dass sie zwangsläufig einen Diktator brauchen? Was meinen Sie?


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