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Freitag, Dezember 28, 2007

There is no global warming...





...and the glaciers are melting only because...



... the Taiwanese are slurping them up!

Natural Glacier water. Seen in the kitchen of my office building, here in Taipei, Taiwan.

And yes, I have too much time on my hands right now as I am sitting in a Buddhist office and my customers are all Christians and it's between Xmas and New Year right now...

Dienstag, Dezember 25, 2007

Die Jagd ist eröffnet (Update 2)





ENGLISH version of this article HERE


German version:

Die Hexenjagd im Internet

Die jüngste Aktion “Himmel“, mit der Kinderporno-Konsumenten verfolgt werden sollen, gibt Anlass zur Kritik aus der Datenschutzperspektive

Da ich als Informatiker mit dem Thema IT-Sicherheit in der Vergangenheit oft befasst war, habe zu diesem Thema zuerst einen längeren englischen Artikel geschrieben (http://bobhonest.blogspot.com/2007/12/another-witch-hunt.html) und möchte dies hier auch auf Deutsch wiedergeben.

Osteuropäische Banden, die Kinder gefangen halten, um sie vor laufender Kamera zu missbrauchen, sollen und müssen selbstverständlich verfolgt werden und mich freut jeder Fang, der in dieser Hinsicht gemacht wird. Die jüngsten Fahndungsmethoden, wie sie von FBI, Scotland Yard und auch deutscher Polizei angewandt werden, lassen aber die Sorge aufkommen, dass Unschuldige zum Opfer der Fahndungsmethoden werden; dies ist im jüngsten Fall (Operation Himmel) sogar durch die Polizei bestätigt worden, da die Polizei angab, manche Beschuldigte hätten nur „offensichtlich aus Versehen auf strafbare Adressen geklickt“ (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,525248,00.html). Allein die große Zahl von 12 000 Verdächtigen legt nahe (genaues Vorgehen noch unbekannt), dass nur IP-Adressen gesammelt wurden und die dahinter stehenden Internetnutzer ermittelt worden sind, anstatt wirklich das Verhalten von Besuchern der Kinderpornographieseite zu ermitteln. Da das Internet mit seiner Bereitstellung von beliebigen Inhalten Frei-Haus direkt an den heimatlichen Schreibtisch, in seiner Präsentation einem Fernsehgerät ähnelt, klickt ein Internetbenutzer schnell mal auf irgendein Werbebanner einer legalen „Adult-Content-Webseite“ oder einen von Google ausgeworfenen Link, ohne immer zu überprüfen, ob der aufgerufene Inhalt nun strafwürdig sein könnte oder nicht. Anders als beim Fernseher ist ja im Internet bereits das Konsumieren der angebotenen Information strafbar, wenn es sich um bestimmte Inhalte handelt. Beim Thema Kinderpornographie ist dies auch sinnvoll, da die Kunden von Bezahlseiten mit kinderpornographischem Inhalt sonst den weiteren sexuellen Missbrauch von Kindern fördern! Nur sollte man genau überwachen, ob es sich nur um einen aus Versehen auf die illegale Seite geratenen User handelt, der „falsch geklickt“ hat, oder ob es jemand ist, der länger durch die Seite klickt oder gar Abbildungen auf seinen Rechner lädt. Das heute angewandte Prinzip, dass schon ein versehentlicher Abruf der Seite im Internet strafbar macht, ist meiner Meinung nach völlig überzogen und Teil einer allgemeinen Hysterie. Es ist ein ähnliches Prinzip, als sei das Aufrufen eines Piratensenders im TV mit illegalem Inhalten bereits strafwürdig, auch wenn der Fernsehnutzer sofort zur Fernbedienung greift und wieder auf SAT1 zurückschaltet.

Erstaunlich sind die weiteren Stellungnahmen von einem Oberstaatsanwalt, der darauf hinweist, schon der Empfang von einschlägigen Werbeemails mache einen Empfänger verdächtig. Wer hat heute noch den geringsten Durchblick, was alles in seiner spamverseuchten Mailbox ankommt? Zumindest wer seine Emailadresse auch beruflich verwendet, kennt überquellende Postfächer mit hunderten Werbemails jede Woche und verwendet vermutlich längst automatische Filter, um der Werbeflut von „Viagra-Werbung“, falschen Diplomangeboten aus Übersee, MP3-Downloads aus Russland und eben auch „XXX-Teens“ überhaupt noch Herr zu werden. Seit wann ist man verantwortlich für unverlangt zugesandte Werbung? Der Trend zu extensiver Überwachung des Internets unter jedweder Vernachlässigung des Datenschutzes droht hier das Leben völlig unschuldiger Bürger nachhaltig negativ zu beeinflussen.

Man mache sich einmal klar, was passiert, wenn man unschuldig in das Netz einer solchen Kinderpornographiejagd gerät. Erst kürzlich hatten wir eine Durchsuchung von 22 Millionen Kreditkartendaten in Deutschland, das ist praktisch jede deutsche Kreditkarte! In dieser rasterfahndungsähnlichen Aktion wurden praktisch alle deutschen Kreditkarten auf eine Buchung in bestimmter Höhne zu einem bestimmten Zahlungsdienst hin untersucht. War die Buchung, die auf Nutzung einer Kinderpornographieseite hindeutete erfolgt, erfolgte Hausdurchsuchung und Beschlagnahme jedweder Rechner und Datenträger.

Problematisch bei dieser Vorgehensweise ist jedoch, dass kriminelle Unternehmen (und um solche handelt es sich natürlich bei Anbietern von Kinderpornographie) auch Kreditkartenbetrug unternehmen: Kreditkartendaten (die durchaus von Online-Einkauf eines legalen Computerspiels oder Konsalik-Romans bei einem kleinen Internetladen stammen können) werden im Internet regelrecht gehandelt und werden von kriminellen Firmen benutzt, um nie georderte Leistungen von Kreditkarten abzurechnen.

Bei der erwähnten Polizeiaktion erinnere ich mich noch an einen Spiegel.de-Artikel, bei dem mitten im Weihnachtsgeschäft 2006 die Server eines über 70-jährigen Geschäftsmannes beschlagnahmt werden sollten, was sicher sein Unternehmen in existentielle Gefahr gebracht hätte. Nur weil er eine illegale Abbuchung von seiner Kreditkarte schon festgestellt und bei seiner Kreditkartengesellschaft angezeigt hatte, sah die Polizei von der Beschlagnahme ab.

Auch Bei der riesigen FBI-Aktion gegen den US-amerikanischen Internetzahlungsanbieter „Landslide“ wurden viele tausend Kreditkartenbesitzer Opfer polizeilicher Ermittlungen (und oft sogar angeklagt und verurteilt), die gar nichts von diesem Zahlungsanbieter bestellt hatte, sondern einfach Opfer illegaler und nie georderter Kreditkartenabbuchungen geworden sind (http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_ore, siehe Zitat unten).

Ein Blog - LINK: (http://hahn.blogkade.de/index.php?serendipity%5Baction%5D=search&serendipity%5BsearchTerm%5D=verfassungsbruch) – erwähnt 39 Selbstmorde im Rahmen der Landslide-Aktion. Das Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden lässt vermuten, dass unter den Selbstmördern auch Menschen waren, die einfach eine nie bestellte Abbuchung auf ihrer Kreditkarte hatten oder über das Landslite-Zahlungsportal Zugang zur einer völlig legalen Webseite mit „Adult content“, aber ohne Kinderpornographie erworben hatten. Die Fahndung übersah diese Möglichkeit und auch die Möglichkeit des Vorliegens eines bloßen Kreditkartenbetrugs. Wie man dem Wikipedialink entnehmen kann, wurde auch der Musiker Pete Townshend von solch ungenauer Fahndung betroffen. Die gewaltige Zahl von 250 000 Verdächtigen bei der Landslide-Operation entpuppte sich als viel heiße Luft (nur 100 Verurteilungen in den USA), die wahren Urheber evtl. kinderpornographischer Seiten wurden nie gefasst und stattdessen gerieten viele Unschuldige in die Mühlen der Justiz (tausende Veruteilungen in Großbritannien nur aufgrund der Abbuchung, auch wenn keine kinderpornographischen Dateien gefunden wurden).

Man mache sich einmal klar, was es heißt, wenn man unschuldig (z.B. durch eine ungerechtfertigte Kreditkartenabbuchung oder einen einmaligen falschen Klick) in eine solche Fahndung geriete: Unter den Augen von Nachbarn durchsucht ein Großaufgebot an Polizei die Wohnung, sämtliche Datenträger und Rechner werden beschlagnahm, die Polizei erscheint auch am Arbeitsplatz, beschlagnahmt dort Rechner und verkündet freimütig, der Beschuldigte sei „wegen Besitzes von Kinderpornographie“ verdächtig. Es erfolgt der Verlust des Arbeitsplatzes und öffentliche Brandmarkung im sozialen Umfeld. Bei der Landslide-Aktion wurden Kinder aus dem Haushalt der Beschuldigten entfernt und in Pflegeeinrichtungen gebracht. Es erfolgt nicht selten die Scheidung durch den Ehepartner und es folgt ein völliges Besuchsverbot für den Vater bei der Sorgerechtsregelung.

Die Auswirkungen der bloßen Fahndung sind hier also in der Regel dramatischer als eine evtl. stattfindende Verurteilung. Man kann sich vorstellen, wie sich jemand fühlt, der völlig unschuldig in eine solche Aktion herein gerät. Ein Leben wird zerstört, weil Fahnder sorglos mit Internet-Verbindungsdaten umgehen (im Landslidefall nicht-kinderpornographisch-bezogener Zugriff auf das Bezahlportal, im „Himmel“-Fall vermutlich die Ermittlung von IP-Adressen auch zufälliger Besucher) oder falschen bzw. betrügerischen Abbuchungen von der Kreditkarte als Ergebnis von legalen Online-Einkäufen (im Landslide-Fall nachgewiesen und vermutlich auch bei der Durchsuchung der 22 Millionen deutschen Kreditkarten passiert).

Eine Hexenjagd, die das Leben Unschuldiger zerstört, ist in niemandes Interesse. Eine sorgfältigere Fahndung zur Überführung wahrhaft Schuldiger wäre wünschenswert.


UPDATE: streng nach deutschem Recht ist es noch nicht strafbar, wenn man nur auf eine Weseite mit kinderpornographischem Inhalt gerät. Jedoch speichert der Browser in der Regel Abbildungen automatisch im Cache ab, so dass daher die Strafbarkeit u.U. bereits hergestellt worden ist. Im Ergebnis kann man sich also sehr wohl durch den bloßen Kurzbesuch, etwa durch Klicken auf einen Link, bereits strafbar gemacht haben.
Wenn einfach die IP-Adresse durch die Ermittlungsbehörden auch beim Kurzbesuch erfasst wurde, können insbesondere durch die öffentliche Art der Fahndung (Druchsuchung am Arbeitsplatz etc.) bereits die oben erwähnten schwerwiegenden Folgen für den Beschuldigten entstehen, auch wenn kein Verfahren eröffnet wird.
Gleiches gilt natürlich um so mehr, wenn der Beschuldigte völlig unschuldig ist und ihm seine Kreditkartendaten gestohlen worden sind, was sehr häufig vorkommt (siehe als Beleg den Wikipedia-Auszug unten zum Landslide-Fall).

UPDATE2: Der Rechtsanwalt Udo Vetter bestätigt in seinem Blog meine Befürchtungen: Das bei der Aktion "Himmel" überwachte Sexportal hat auch völlig "normale" Sexseiten (also mit legalen Inhalten) im Angebot. Wie geschmackvoll "TEEN"-Seiten auch sein mögen, bei dem die Modelle scheinbar "junge Frauen" sind (lt. Staatsanwalt) mag jeder selbst entscheiden, strafbar ist der Besuch solcher Seiten nicht. Hausdurchsuchungen werden nun auch bei Leuten durchgeführt, die nur die legalen Angebote des Portals wahrgenommen haben, weil ihre IP gelogt wurde. Der Mandant des Herrn RA Vetters hat sich als unschuldig erwiesen, jedoch haben seine Frau und sein Chef sich von ihm getrennt. Es ist zu befürchten, dass noch viele gutbürgerliche Existenzen durch die Aktion "Himmel" auf diese Art zerstört werden, ohne dass die Betroffenen irgendetwas mit Gesetzesverstößen zu tun haben. Siehe das Lawblog:
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2007/12/25/vom-himmel-in-die-holle/

UPDATE 2: meine Kritik ist bestätigt worden: (31.12.2007): http://www.heise.de/newsticker/meldung/101116

Wikipedia-Zitat zur Landslide-Aktion:

http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_ore

“Since 2003 Operation Ore has come under closer scrutiny, and the police forces in the UK have been criticised for their poor handling of the operation. The most common criticism is that they failed to determine whether or not the owners of credit cards in Landslide's database actually accessed any sites containing child porn, unlike in the U.S. where it was determined in advance whether or not credit card subscribers had purchased child porn. Investigative journalist Duncan Campbell exposed these flaws in a series of articles in 2005 and 2007.[7][8][9]

This was a serious error, because many of the people making charges at child porn sites were using stolen credit card information (and the police arrested the real owners of the credit cards, not the actual viewers). Plus, thousands of credit card charges were made where there was no access to a site, or access to only a dummy site. When the police finally checked, they found 54,348 occurrences of stolen credit card information in the Landslide database. The British police failed to provide this information to the defendants, and some implied that they had checked and found no evidence of credit card fraud when no such check had been done.”

Another witch hunt? (update2, Nov 2008)

German version of this article here - deutsche Version hier

ENGLISH:

The witch hunt is on:

controvers Police methods in investigation of Internet child-pornography

Now I sincerely hope that no keyword triggered online-advertisement will display any related ads right now in this blog. Because this article is about the latest hunt for child porn offenders on the Internet, this time the material had been located in Germany (LINK: http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/81/149718/ (German)). Now don’t get me wrong, a hunt for producers or consumers of child porn is perfectly fine, but as an information scientist (Dipl.-Informatiker, German degree) focused on information security, I am often concerned how easily the privacy of people if violated, if there is as good as no evidence – and how easy connection-related information (IP addresses) or online credit card information leads to false prosecution of people.

The usual comments on web sites with articles such as the link above are “cut off their … (you know what)”, however I like to point out here how easy it is to turn the lives of perfectly INNOCENT people into hell with such police action and I like to point out how easily the Internet can contribute to FALSE EVIDENCE being created and used against false suspects.

As in this recent “operation Himmel” action, IP addresses of people were obviously tracked after a Berlin Internet provider alarmed the police. So far, so good. Law enforcement does not state how the identities of suspects were retrieved, but it is very likely the IP addresses were captured as the German law enforcement said, some suspects were not prosecuted, as “they had just clicked on the wrong link”. This means, police did not care to check who actually showed enhanced activity on the child porn web site, but rather took IP addresses of somebody “surfing through”. Clicking away quickly is probably not enough, if police already has tracked the IP address of an innocent person who just searched for –legal- adult content (searching for adult content is unfortunately the largest money maker on the Internet) and got astray clicking on a strange link.

Internet: click wrong button and…

Again, I do not want to defend child porn users, as they keep up a multi-million dollar business which is abducting and abusing children. But law enforcement should make sure, they really catch the bad guys. However, the Internet with it’s 24/h offering of all kinds of content right to your desk is more like a TV in my opinion than anything else, so people should not be prosecuted for just zapping into an “illegal TV channel” (website). If they actively take part in the received program (downloading images from the child porn site or clicking through it), this is a different story and in this case they should be prosecuted by law enforcement.

With operation “Himmel”, the large number of suspects (12 000) suggests that again simply IP addresses of Internet surfers had been tracked.

250 000 suspects…. and a lot of hot air

Recently, the operation again the Internet-payment company “landslide” had revealed as much as 250 000 suspects worldwide. Law enforcement was proud of this big catch of “child porn offenders”. However, the facts which were later revealed did not seem very convincing (see http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_ore, blog: http://hahn.blogkade.de/index.php?serendipity%5Baction%5D=search&serendipity%5BsearchTerm%5D=verfassungsbruch - German). Again, I am happy if police action does result in arrest of child porn offenders, but law enforcement should ensure they have the right suspects.

Landslide turned out to have been offering a payment system for a lot of web sites, among these was perfectly legal adult content, and also child porn content (or at least ads relating to fake child porn websites which probably only want to install spyware – it is unknown what exactly had been in the landslide system because of sloppy police work). Even the musician Pete Townshend hat been prosecuted, as he seemingly owned a landslide payment key, BUT it was later revealed he had NOT accessed the child porn sides, just other websites.

Now let’s recall this: Someone buys an access key for perfectly legal adult content and then he gets arrested for being a child porn offender although he never consumed such thing. This is what I mean when I say, law enforcement should really monitor the behaviour of online suspects and not just jump to –often wrong- conclusions from “easy evidence”.

As the blog above mentioned, a lot of people were arrested who owned credit cards with numbers which were found on the landslide servers. But it is a well-known fact that shady businesses - and landslide certainly was one - often abuse credit card information they obtained. Credit card information is sold by shady companies and people find charges for Internet services, which they never ordered, on their credit card all the time. As the blog in the link above states, many people became suspects only because landslide billings were found on their credit card. The blog even states, people were sentenced as child porn offenders, even if no further evidence was found! This means, people who just had a billing on their Internet card but never ordered it, got sentenced (see Wikipedia quote below regarding this).

All German credit cards had been searched

In Germany, practically all credit cards had been searched in another child porn investigation (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,457844,00.html -German).

That is 22 million credit cards. Police was searching for a certain amount being transferred to a certain payment service, which was supposed to indicate child porn access. Again, the possibility exits (and the probability is high) that people had been prosecuted because they had a fake(!) billing on their credit cards. Companies selling child porn (often located in Russian networks) are not beyond making fake billings of credit cards, I would suppose. I still remember reading on Spiegel.de about a business man, being over 70 years old, who had found police raiding his company in the middle of Christmas business wanting to take away his servers. Reason was such a billing on this credit card. As the person had already informed his credit card company about the fake billing and could prove it to the police force, the servers were not taken away and he was not prosecuted any further. Imagine what would have happened if he hadn’t noticed the fake billing.

In the latest “operation Himmel” mentioned above, law enforcement even indicated, people receiving email advertising child porn would be suspects and should report such emails to police. This is an astonishing statement, as mailboxes of many people who use their email accounts for business are full of hundreds of spam mails per week. People use automatic spam filters to get rid of the tons of emails advertising MP3-downloads from Russia and fake Viagra pills and “XXX teens”. Are people now responsible for all these spam emails they get without ever having requested them? What will be next, will I be arrested for stuff some shady east-European criminals dump into my email box without me even seeing it?

What happens if..

The problem for innocent suspects is, what happens if the home and work place of an innocent “suspect” gets raided by a police. Neighbours notice. Word will spread, “Mr. Miller” had been raided “because of child porn”. If the suspect is a father, his children will be taken away even during the investigation (see blog ink above relating to the landslide operation). Wives will leave their husband. The father will lose al visitation rights for his kids after the divorce. His company will fire the employee (law enforcement always investigates the work computer in such cases). All VHS, CD-ROM and DVD material will be taken out of the home of the “suspect” and investigation will take a year or longer. The blog above mentions 39 suicides during the landslide investigation. Chances are, a lot of these people were not real consumers of child porn, but just innocent people who had the wrong billing on their credit card or just had bought access to a legal website without knowing that access to a child porn site was “hosted” by the same billing company.

I am happy if child porn offenders get convicted. But I am not happy if connection data or online credit card data gets misused to ruin the lives of innocent people.

People’s constitutional rights get easily violated these days. Especially if accusations about such a crime are involved. In the end we may have just a big witch hunt, doing more harm than good – simply because police work is not done properly. And while innocent people are prosecuted and find themselves outcasts of society without ever having committed any crime, the real child porn offenders are still out there.


UPDATE: as a German lawyer states in his (German) BLOG , the so-called child-porn portal in the "Himmel" raid was also offering legal adult-content and persons who had downloaded only legal content, also have their homes raided. Probably without noticing an ad to a child-porn site? The client of the layer only downloaded legal content from a legal website of this portal, but still had his home raided, PC seized and even his workplace raided. His wife divorced, he lost his job. Visitation rights for his children will be decided soon...
Careless tracking of IP-addresses has destroyed a life of a person far from committing any illegal action. Law enforcement should track more properly, what suspects are actually doing on the internet. There will be no prosecution of the lawyer's client, but the damage to his life is already irreversible.

Quote from Wikipedia regarding the landslide operation:

http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_ore

“Since 2003 Operation Ore has come under closer scrutiny, and the police forces in the UK have been criticised for their poor handling of the operation. The most common criticism is that they failed to determine whether or not the owners of credit cards in Landslide's database actually accessed any sites containing child porn, unlike in the U.S. where it was determined in advance whether or not credit card subscribers had purchased child porn. Investigative journalist Duncan Campbell exposed these flaws in a series of articles in 2005 and 2007.

This was a serious error, because many of the people making charges at child porn sites were using stolen credit card information (and the police arrested the real owners of the credit cards, not the actual viewers). Plus, thousands of credit card charges were made where there was no access to a site, or access to only a dummy site. When the police finally checked, they found 54,348 occurrences of stolen credit card information in the Landslide database. The British police failed to provide this information to the defendants, and some implied that they had checked and found no evidence of credit card fraud when no such check had been done.“


UPDATE: Heise.de had reported (can't find the link right now) that all prosecutions of the "operation Himmel" had failed. Evidence was not clear, a lot of people who were investigated were innocent, not clear if any child pornography consumer was among the owner of the collected IP addresses. A few marriages and careers ruined because of police knocking at doors of innocent people. Bullocks police work, as predicted above.

Here is a link to an article (German!) in the blog of a lawyer who worked on the case (defense) stating there had been no successful prosecutions published by the state attorney. The Heise.de article was even more clear and stated there HAD BEEN no such success stories and the seized computers were returned to their owners, many of them without search, as the grounds for prosecution were cloudy at best.

Donnerstag, Dezember 20, 2007

anonymous P2P, dangers of Tor?


The Tor network is often discussed as a safe way to surf the Internet anonymously. However, Tor has certain dangers, in some (very few) situations, using Tor is more dangerous than not using it. Also discussed in my techblog article, does the Bittorrent client uTorrent work with Tor? It worked anonymously only under very special circumstances (a firewall jamming direct connections). Anyway, using Tor and P2P is usually able to break through P2P traffic choking by a Firewall or an Internet provider.
NOTE: downloading content via P2P can be perfectly legal, that's why statements in the techblog article are not meant to encourage downloading illegal (copyright protected) content. The probability to be tracked by anti-P2P companies is almost 100% nowadays.
See my techblog article HERE.

UPDATE: see the update: when using a desktop firewall such as Sunbelt/Keiro, which can be configured to jam uTorrent's in- and outgoing communication, uTorrent is forced to use Tor only and thus anonymous uTorrent download can be achieved (still in verification, click on the link to learn the current status).

Montag, Dezember 10, 2007

Taiwan, ein chinesisches Homeland


This article is only in German and describes Taiwan in relation to China. Please refer to other articles of my blog which are usually in English.

Taiwan, ein chinesisches Homeland

Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe (LINK: http://www.china.org.cn/english/7774.htm ) habe ich keinen Zweifel mehr, dass ich meine Steuern nach Peking (will Bejing geschrieben werden) zahle, mein Ausländerausweis, der mit Aufenthalt auf der Insel Taiwan gewährt, muss von der Volksrepublik China ausgestellt sein und meine Geldbörse muss vor lauter Renminbi oder wie immer die Chinataler heißen, nur so überquellen. Denn Taiwan wurde, laut dem vorstehenden Link, 1945 an China zurückgegeben und seither „haben 157 Länder diplomatische Beziehungen mit China aufgenommen und anerkannt, dass es nur ein China gäbe und das die Regierung der Volksrepublik China die einzig legitime Regierung für China sei und das Taiwan ein Teil von China sei“. Und Taiwan stelle viele Düngemittel her, habe Petroindustrie etc. und 4-Jahrespläne und die „Cooperative Bank of Taiwan“ würde u.a. „der Regierung“ gehören. Nicht einmal der Wirtschaftsteil erwähnt, dass Taiwan eine eigene Währung hat, denn in meinem Portemonnaie sind „New Taiwan Dollar“ und keine Rimmibimmi-Remmidemmi-Taler, oder wie immer sie heißen. Ich kenne nicht mal den Namen der chinesischen Währung, genauso wenig wie ich den Namen der lybischen parat hatbe (die haben glaube ich Lira, oder auch nicht).

Meine Ausländerkarte ist von der Republik China ausgestellt, ohne VOLKS davor. Denn mit Republik und Volksrepublik, das ist so wie mit Jacke und Zwangsjacke, wie ein alter Witz aus der Zeit des Kalten Krieges lautet. Und provisorischer Regierungssitz der Regierung der Republik China ist Taipei auf der Insel Taiwan. Deren Regierung nimmt auch meine 6% Steuern entgegen. Taiwan, formal „Republik China“ genannt, hat auch eigenes Militär, Polizei, jedwede andere Behörden etc. Befehle aus der VOLKS-Republik China nimmt hier niemand entgegen, es sei denn er ist Spion, möchte ich scherzhaft anmerken.

solche Abbildungen, weil sie Taiwan andersfarbig als China darstellen, führen in China zur Beschlagnahme von Reiseführern (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,15 18,518262,00.html)

Wenn die Regierung Anteile an Unternehmen hat, dann ist das die Regierung in Taipei, nicht die in Peking. Und Taiwan ist keine Jahresplanwirtschaft a la DDR, sondern eine Marktwirtschaft, man könnte es auch „Turbokapitalismus mit etwas Sozialsystem“ nennen. Klassenfeind Pekings ist Taipei damit allerdings nicht, denn auch die „Kommunisten“ in Peking haben längst den Kommunismus über Bord geworfen und betreiben eine der schonungslosesten kapitalistischen Gesellschaften der Erde, ohne jedwedes Sozialsystem.

Die "Volksbefreiungsarmee" Chinas möchte auch das freie Taiwan "befreien"


Vergessen hat der Artikel auch die Tatsache, dass Taiwan das Ingenieurbüro der Computerwelt ist. Fast alle Computer, die weltweit verkauft werden, sind in Taiwan entworfen. Wichtige Komponenten wie die CPU sind fast immer in Taiwan hergestellt. Die restlichen Komponenten sind nach taiwanesischen Vorgaben auf „dem chinesischen Festland“ gefertigt, wie wir hier in Taiwan sagen, also in der „Volksrepublik“ China. Die Fabriken gehören dabei oft Firmen in Taiwan. Ich sitze hier gerade in einer und wir lernen gerade Kollegen von unserer Festlandfabrik in der „Volksrepublik“ an. Die reizende Kollegin, die ich da instruieren darf, ist ganz entzückend und bringt mir den Gedanken einer Vereinigung mit dem Festland viel näher, aber es wäre eine Vereinigung und keine Wiedervereinigung, denn die Volksrepublik China hat Taiwan zu keinem einzigen Zeitpunkt seiner Geschichte jemals beherrscht. Und meine Frau ist eh gegen die Vereinigung (von mir und der Kollegin). Eine Vereinigung mit dem Festland könnte sie sich nur vorstellen, wenn Taiwan dabei als Demokratie erhalten bliebe, ein Anschluss an ein Riesenreich, das Andersdenkende mit Folter und Verfolgung überzieht (siehe u.a. hier: http://www.faluninfo.net/displayAnArticle.asp?ID=8352) , erscheint der Bevölkerung Taiwans kaum erstrebenswert.

Opfer chinesischen Terrors in China, man verzeihe den Taiwanesen, wenn sie das nicht vorbehaltlos wollen (Quelle: Falundafa, Link siehe oben). Ich bringe widerwillig diese Abbildung, um mal etwas anderes als chinesische Olympiaromantik zu zeigen.

Der chinesische Wirtschaftsaufschwung ist im Wesentlichen ein taiwanesischer, auch das fehlt natürlich in dem Artikel. Kluge Investoren wählen den Weg über Taiwan, um in China zu produzieren. Dann setzen sie sich mit einer taiwanesischen Firma in Verbindung und vermeiden es, sich mit dem chinesischen Korruptions- und Regularien-Dschungel, der von lokalen Parteifunktionären und ihrer Privatorganisation nach Gutsherrenart reguliert wird, auseinandersetzen zu müssen.

Und ja, die Volksrepublik China hat der Republik China die internationale Anerkennung abgenommen, im Jahre 1972 auf Nixons Betreiben hin. In den Jahren 1949-1972 existierte die Republik China nach der Flucht ihrer Regierung vor den Kommunisten nach Taiwan fort und war die einzig international anerkannte chinesische Regierung, allerdings beschränkt auf die Insel Taiwan und zwei kleine Inseln (Matsu und Kinmen), die direkt vor der chinesischen Küste liegen. Seit 1972 existiert die Republik China alias Taiwan auch ohne Anerkennung durch die UN fort auf Taiwan, seit 1992 sogar als parlamentarische Demokratie (1996 erste Direktwahl des Präsidenten). Ein Vergleich China vs. Taiwan ist HIER (http://www.gio.gov.tw/taiwan-website/5-gp/rocprc/ ) zu finden, mit Fakten statt Geschichts- und Faktenklitterung. Alle Staaten, die mit der VR-China Beziehungen haben, folgen in der Tat einer „Ein-China“-Politik. Das die VR-China-Regierung allerdings die Regierung Taiwans ist, würden wohl nur wenige so sagen. Diplomatisch redet man da ehr von einer chinesischen Nation, ohne genau auf die Staatlichkeit abzuheben und fordert China und Taiwan dazu auf, ihre Differenzen friedlich beizulegen. „In einem demokratischen Prozess solle eine Wiedervereinigung erfolgen“ setzt man in der Regel noch hinzu. Nur Schröder, der deutsche Exkanzler, stimmte „100%“ mit der Ansicht der VR-China über Taiwan überein, hat er aus dem Kanzleramt getönt. Na ja, er hält ja auch Putin für einen „lupenreinen Demokraten“ und arbeitet heute für ihn und die Gasprom.

Kinmen und Matsu vor der chin. Küste gehören zu Taiwan (Abb. von taiwanesischer Regierungsseite)


Nur ein totalitäres Regime was das der VR-China kann einen so Falschfakten-Artikel erstellen, der in bester Tradition von George Orwells „Newspeak“ ist. Solche Fehlinformationen sind um so brisanter, weil China mit seiner „großen Firewall von China“ jedwede Information über Taiwan, China und Tibet von den chinesischen Internetnutzern fernhält. Die meisten Chinesen wissen nicht einmal, das Taiwan eine eigene Währung hat. Wenn wir hier in Taiwan chinesische Gäste haben, können die nicht einmal die Speisekarten in den Restaurants lesen, weil man in Taiwan andere Schriftzeichen (die traditionellen) verwendet.

„Taiwans Äpfel sind so süß“, habe ihn schon seine Großmutter gelehrt, schrieb einmal ein Herr aus der VR-China im Internet, und Taiwan sei schon immer China gewesen.

Der Apfel ist meiner Aktentasche hier in Taiwan ist sehr süß. Und hat einen Aufkleber:

CHILE

Die Industrienation Taiwan hat ihn importiert. Darf ich daher ein alternatives Ziel für die 1000 Raketen vorschlagen, mit denen China derzeit auf Taiwan zielt? :

CHILE

Dann fallen sie vorher ins Wasser.

Mittwoch, Dezember 05, 2007

Taiwan's juvenile street gangs


TAOYUAN. My wife had warned me. See that you get a good relationship with these youngsters out there. Otherwise they will follow you every time you come home and make trouble to you at our front door. Reason is, there is really a group of youngsters living on the backyard of the local paper factory close to our home. And they are not the guys to fool around with. Make friend with them while they are young, that's what she said. So I did it, carefully approaching them to make a first contact with one of the incredible backyard street gangs of Taiwan. Read the full story below.


scroll down to read the disturbing report...





So, here I go. I have shielded myself with knowledge about the common greetings and social manners of the Taiwan population. Though the advice by one long-time poster on the Taiwan expat forum Forumosa.com seemed strange to me. Common greeting rituals would involve shaking tail and sniffing on each other's behinds...





On seeing me, they approached loudly from the backyard. Note the fierce outfit of the gal on the right hand side. She is wearing the typical "Taiwan street dog" gang colors...


Prancing around right at my own front door. No doubt, these guys and gals are the masters of the streets...


I have to stay calm under the cold glare of the big darkly-clad gang leader...

So far I was lucky. There was a lot of violence among the juvenile gang members, but none against me so far...

Gosh, I was lucky this time. But on departing, the gang boss told me, I better would prepare myself with a bribe for next time. He mentioned something called "wiener". Damned, there are hard days ahead.

At least I hope I could prepare my readers for the basic troubles they can expect, should they ever consider a visit to...
...the back streets of Taiwan.

Cause living in Asia ain't easy.

Mittwoch, November 28, 2007

Fledderbeerdigung letzter Teil

sorry, this post is only German !!!
Please refer to the majority of other posts in this blog, which are in both languages.

Schwiegervater, Heimgang, letzter Teil
Auch die Endlossaga um eine Taiwanbestattung muss einmal ein Ende haben.

WARNUNG: wird manchermal ein bisschen leichenfledderisch.
Sanfte Gemüter lesen es vielleicht besser nicht.

ERSTER TEIL
vorheriger Teil



Also näherte sich der Reigen schlussendlich dem Finale zu. Alle seine Sachen waren gepackt, in der Vorbereitung des endgültigen Übertritts und die ganze Familie wirkte in dieser Zeit tatsächlich ehr, als wenn sie eine längere Reise für Schwiegervater vorbereitet und nicht seine Bestattung. Paketeweise wurden seine Kleidungsstücke in den Wagen geladen, darunter massenhaft originalverpackte Oberhemden der Marke "London" (ich vermute, die sitzen in Taiwan) und Krawatten etc. Die Fahrt ging auf ein Gelände am Fuße eines Bestattungstempels, jetzt fernab der Einäscherungsfabrikanlage.
Auto und Stereoanlage für das Jenseits
Vorher hatten wir in der Einäscherungsanlage noch einen Abschiedsgottesdienst gehabt, bei dem neben einem kleinen Opferaltar eine komplette Jenseitsausstattung lag. Darunter ein schwarzer Mercedes aus Pappe in Go-Cart-Größe, ein Papp-TV und eine Stereoanlage aus Pappe, alles in Originalgröße. Wieder auch massenhaft Papierschiffchen und Geistergeld für das Fortkommen im Jenseits.
Schön war das zweistöckige Einfamilienhaus, größer als eine Hundehütte, komplett mit Frau und Mannfiguren und Baum im Innenhof. Hmmm... wer ist jetzt die Frauenfigur, wenn Schwiegermama sich doch bester Gesundheit erfreut und auch nicht mitverbrannt wird. Na ja, eine Remniszens and Indien vermutlich.
So hat Schwiegerpapa wohl ersteinmal eine unbelebte Frau im Bett im Jenseits, bis dann, an ihrem Todestage, Schwiegermamas Geist in den Astralkörper im Jenseits fährt. Mann, wird sich ihr Mann da erschrecken, wenn er gerade ...

All das Zeug kam jetzt auf eine Plattform im Freien und die Familie wurde zum schützenden Kreis drumherum aufgestellt, alle eine Wäscheleine als Zaun haltend. Damit kein fremder Geist die Sachen stibizt, schon klar.

Alles wurde verbrannt und damit hatte dann Schwiegerpapa seine komplette Ausrüstung im Jenseits.
Feuer frei... oder lebt er noch?
Er selber wurde auch noch verbrannt, da kannten wir nix. Man steht vor dem Krämatorium, zusammen mit zig anderen Familien. Manche in grünen Kapuzen, wild Baumzweige schwenkend. "Das ist die andere Art einer Taiwanbeerdigung", sagte da meine Frau. Na gottseidank.

Längs am Krematorium ein langes Bord und darauf die Portraits der Feuerkandidaten nebst Opfergaben. Manche der großen gerahmten Fotos zeigen junge Männer und Frauen. Ja ja, "Taiwanesen sind die besten Autofahrer", sagt meine Frau immer und ich schämte mich, dass mir das gerade jetzt in den Sinn kam.

Alle redeten davon (meine Frau erklärte mir soetwas), ob Papa denn jetzt auch alles habe und nichts vergessen worden sei und das wir ihm jetzt eine glatte Reise ermöglichen müssten. Und... nur für einen kurzen Augenblick... schien er tatsächlich ehr ein Abreisender als ein Toter zu sein und .... ich sah ihn da stehen. Neben seinem Portrait, in einem schneeweißen Anzug mit breitkrempigen Hut, tief ins Gespräch mit der hübschen jungen Dame vom Nachbaropferplatz vertieft. Sah gut aus, die Dame. "Doch halt, beide sind doch tot", meldete mein langweiliges Großhirn. Ich stutze, zwinkerte, und das Bild war wieder verschwunden. Aber es war so real für einen kleinen Moment...

Kurzum, wir sahen bei der Einäscherung des Sarges zu, denn sonst verkaufen sie den am Ende noch zweimal... Heiß ist sowas ja schon.
Essenspause....... würg
Danach erstmal Ruhe, alle gehen zum Abendessen... und wir müssen "nachher nur noch seine Urne abholen", sagt meine Frau. Naja, ich denke mir "gut, dass bald Feierabend ist" und so gehen wir dann um sieben Uhr abends in einen kleinen Nebeneingang der Feuerfabrik. Eine schwere Metalltür öffnet sich und ich sehe so viel weißgrauen Sand auf dem gefließten Boden. "Die werden doch nicht..." denke ich. Der Anblick von blanken Metalltabletts und großen Zangen an Schalter sechs läßt mir dann doch den Schweiß auf der Stirne stehen.

Wähle ein gutes Stückel aus.....
Und richtig, da kommt ein mit Blaukittel bekleideter mürrischer Herr Taiwanese und bringt ein großes Metalltablett. Drauf liegt ein großer Haufen Asche und ein Stapel weißer Knochen. Mir endging nicht, dass darunter auch ein geplatzter Schädel war und ich hatte Gelegenheit, Grossvaters innere Struktur intensiv zu ergründen. Ganz massiv weiß ist so ein Schädelknochen innen nicht, sondern an manchen Stellen sogar noch ein bisschen rot.
Da kommt der Witz in den Sinn, "Herr Ober, er ist noch nicht gar", aber .....
Alle kreischen und heulen, darunter auch der kleine Neunjährige. Als sei es das normalste von der Welt, reicht uns der Blaumannherr jetzt ein überdimensioniertes Paar Stäbchen, genau wie die zum Essen, und alle fangen an, einige Knochenstücke in die bereitgehaltene Urne zu legen, elegant wie beim ChopSuey. Die Stäbchen dabei mit einer Hand bedient, ganz wie beim Chinesen um die Ecke.
Ich bin an der Reihe und meistere mühelos die Stabbedienung. Ein luftiges Stück vom Oberschenkelknochen wähle ich aus und meine Frau beglückwünscht mich zu der Wahl. So ein luftblasenversehenes Stück zu nehmen, läßt Papa gut laufen, sagt sie, und ermöglicht einen schnellen Heimgang ins Jenseits.
Alle kommen dran, nur die Kinder nicht, die heulen auch so schon genug (und zittern und sind weiß) und schwupps, schaufelt der Blaumann den Rest Knochen und Asche in die Urne.
Oranges Hakenkreuztuch obendrauf auf die Knochen, Urne zu, noch ein Hakenkreuztuch drumgewickelt, noch ein Banderl drum, noch ein Tuch drumerhum und .... fertig ist die Schose.

Nächster Tag, hoch in den Bergtempel, Urne auswickeln, auf den Opertisch und beten beten Singsang, Speisen opfern, 30 Minuten warten, denn Papa muss ja Zeit zum Essen haben, weiter beten und Singsang und dann ...
fragt ihn Schwiegermama, ob er jetzt bereit sei.
Er sagt nein, gewürfelterweise (mit Kopf oder Zahl als Doppel) und sie würfelt und redet beruhigend auf ihn ein. Doch er will nicht allen bleiben, wir sollen bei der Urne sein, sagt er, den ätherischen Tränen nah.
Ab in den Schrank
Nach zig Verischerungen, wir kämen ihn oft besuchen, stimmt er endlich zu und wird unter heulen und zähneklappern in eine große Halle gestellt, in der zig Schränke mit kleinen Fächern stehen. Urne rein, Passfoto draußen dran und so steht er da noch heute.

Oft wird er von uns besucht, ich drücke mich oft, doch steht und steht er da noch heute. Totensonntage gibt es oft und irgendwo geht die Beerdigung immer noch weiter, denn wir opern und opfern ihm immer wieder. Nicht nur Reisspeisen und nackertes Huhn, sondern auch viele Sonntage.

Cold in Taiwan

German below, Deutsch unten !!!

ENGLISH:
In November it gets quite cold in Taiwan. Although even December or January temperature almost never falls below 10 degrees (plus) Celsius, this feels very cold in an average Taiwan apartment, because they have these slide windows, which are not totally proof and they have NO HEATING at home. So I found myself freezing at 10 degrees on my sofa in living room with a cold wind rushing through. Thank goodness we moved into a new house now with wind tight windows and we even have an air condition, which can be run in reverse mode to blow the warm air into the room. But as this costs a lot of power, I don't use it so often. Using air condition against summer heat is much more socially acceptable in Taiwan than to "waste" power for fighting the cold. And my wife is Taiwanese...

The Taiwan branch of a German heater manufacturer had, without any approval from their German head quarter (they didn't even know about it) posted the following Hitler heating add in Taipei in 1999, which I have censored here not to make trouble to the company. They were totally embarrassed when they learned about this ad and made their Taiwan branch take it off the streets again. The text says "fight the cold front" or something like that.


Dammit, they even had their company name on his arm binder (or however you call that in English) instead of the swastica. Note the present-day National colors black, red and gold of Germany (which do not fit to Hitler at all who used a different flag). BTW, this is the first post where I cannot be sure if i can post it in my German blog without trouble, as depictions of Hitler often make lawyers and the DA rush in in Germany.

We should pay back and have an ad with Chiang Kai Shek for hair growth meds I guess. Although the Green Party here would like that...

BTW, Hitler is pronounced "Shit'telle" in Chinese, with "telle" like the English word "tell' and the 'e' like the e in "hype". Sounds suitable.

German, DEUTSCH:

In Taiwan ist der Winter, der jetzt gerade anbricht, sehr unangenehm. Zwar wird es selten kälter als 10 Grad plus, aber normale Wohnungen haben undichte Fenster und vor allem eines: KEINE Heizung. Dann sitzt man in einer feucht-kalten Wohnung und einer eiskalter Wind rauscht durch die undichten Fenster; gruselig. Da kann man fast Verständnis für extreme Maßnahmen haben, sehr bizarr aber doch diese unsinnige Werbung, mit der 1999 Taipei tapeziert war (siehe Bild oben). Ohne Wissen der deutschen Zentrale hatte die taiwanesische Dependanze des Heizungsherstellers Adolf Hitler verharmlosed Werbung für einen deutschen Heizkörper mit dem Slogan "Bekämpfe die Kaltfront" oder ähnliches machen lassen; ich habe den Namen des Unternehmens zensiert.
Hitler gilt in Taiwan bei vielen Menschen nur als ein resoluter Deutscher Politiker, der ein kleines Land in kurzer Zeit zur Großmacht gemacht hat. Der Holocaust ist den Taiwanesen oft nur als Unruhe zwischen Volksgruppen bekannt. Dass das alles Unsinn ist klar, leider weiß man nichts von Millionen Toten, vergasten Kindern, Frauen und Männern und der fabrikmäßigen fast vollendeten Auslöschung eines ganzen Kulturkreises; dem europäischen Judentum. Nun, etwas Verständnis muss man haben für die Unwissenheit, denn für Taiwanesen ist Europa weit weg und sie interessieren sich meist nicht für europäische Geschichte, auch nicht die jüngste. Und Europäer wissen meist auch nicht um die japanischen Massaker in China, wie das Nanking-Massaker, bei dem 200 000 Zivilisten von jap. Soldaten abgeschlachten worden sind.

Der unbefangene Umgang der Taiwanesen mit Hitler, von dem man ein völlig falsches Bild hat, lässt einen Deutschen manchmal gruseln. Ich habe selbst einmal hier eine Hitler-Bar o.ä. gesehen, mit kleinem Hitler an der Markise und meine Frau hat von einer Kneipe erzählt, die als KZ-Nachbildung incl. Fotos der Opfer aufgemacht war (Israel hat sie schließen lassen, gottseidank). Irgendwer hat noch ein Foto von einer Saftbar gemacht, aber da ist Hitler mit lateinamerikanischem Schnauzbart versehen:

Nazis sind die Taiwanesen nicht, nur eben.... etwas leichtfertig.
Ist eben Taiwan. "Beklopptistan" nenne ich es manchmal scherzhaft.

Dienstag, November 27, 2007

No noodles for foreigners!


German below, Deutsch unten!!!

ENGLISH:
Japan has, in its far eastern wisdom, found a way to secure the country once and for all against all kinds of terrorist threats: they collect biometric data of foreigners and have introduced an interview, which you have to pass, if you intend to enter the land of the rising sun and prejudice. This will scare them damned terrorists away, especially as all people committing terror acts in Japan so far have been Japanese citizens.
This German article (LINK) states, Japan would also have signs saying "Japanese only" (and don't think they mean the language; foreigners trying to enter get stopped) on clubs and public bathes. Well, I have heard that before from foreigners living in Japan. But what shocked me, they also put this sign on NOODLE shops. It may be, noodle shops are more vulnerable to inter-cultural infection and terrorist acts than, say, government buildings, but being a noodle fanatic that has shocked me.

DON'T go to Japan, come to my Taiwan instead. You can buy as many noodles if you want, seriously. Also, nobody will ask you here in Taiwan, if that's a noodle fork in your pants...

not so cruel against foreigners: the citizens of Taiwan. 2 flight hours below Japan. And noodle supply is guaranteed! Foto: from company server...

GERMAN:

Japan hat in seiner unendlichen Weisheit eine tolle Lösung gefunden, das Land der aufgehenden Sonne sicher vor Terroranschlägen zu machen. Ab sofort müssen alle Ausländer, die nach Japan einreisen wollen, ein Interview bestehen und ihre Gesichter abfotografieren lassen und ihre Fingerabdrücke hinterlegen. Japan behält sich vor, diese Daten mit jedem interessierten Land binnen der nächsten 70 Jahre zu teilen. Vielleicht entwickelt sich ja ein reger Tauschhandel "wel hat die glöste Langnase im Foto" zwischen verschiedenen asatischen Ländern, wer weiß. ThaiLAND hat ja neulich auch meine Langnase fotografiert und TaiWAN verpasst mir dieser Tage einen biometrischen Ausländerausweis.
Die Terroristen wird das furchtbar erschrecken, insbesondere weil alle Terroristen bislang japanische Staatsangehörige waren, die ja den neuen Bedingungen nicht unterworfen sind.

Schon länger hatte ich von dort lebenden Ausländern gehört, dass in Japan an Badehäusern und Bars Ausländern per Schild der Zutritt verwehrt wird; der Spiegel schreibt es im obigen LINK auch wieder. Schockiert hat mich aber, dass auch Nudel-Garküchen Ausländern den Zutritt auf diese Art verweigern. Also Fan der asiatischen Nudel, mit oder ohne charmanter Serviererin, kann ich das nicht so einfach wegstecken. Boykottiert Japan! Kommt lieber nach TaiWAN, das liegt 2 Flugstunden südlich und die Nudelversorgung ist hier garantiert; Ehrenwort!
Auch sind die Einheimischen hier viel freundlicher; haben gleichsam Samthandschuhe an, wie ich mittels des obigen Fotos beweisen möchte.

Mit einem nudelfreien Sayonara verbleibe ich....

Ludigel

"Cai tien" statt "Sayonara !"

Freitag, November 16, 2007

R and L Blues

my overview page teichert-online.de

GERMAN below, DEUTSCH unten !!!

ENGLISH:

Oh this goddamned R and L stuff here in Taiwan.

My colleague urgently needed to talk to a guy called “Blues” to find out about things.

I tell him to go to “Bruce”, because “Bruce” pronounces his name as “Bluce” (speaks it exactly like “Blues”). But he doesn’t need to go to “Bruce” but instead to “Blues”. We have both guys in the company, Blues and Bruce. Colleagues pronounce both names as “Blues”.

Me: Did you talk to Bruce?

Colleague: Yes, I talked to Blues. But he doesn’t know anything.

Me: But Bruce should know. Damned, or is it “Blues” who knows this stuff?

Collegue: “Blues or Blues?” But I HAVE talked to Blues…

Me: aaaaaaaaaaaaaarrrrrg (in Taiwanese: aaaaaayooooooooooooo)

This can leally give you the Blues. And now picture my last company, where there was a guy who called himself “Blues” (the thought that’s “Blues Splingsteen”), but he wrote it as “Blouse” as in the lady’s garment. He was terribly offended when I pronounced his name as “blouse”. Who has heard of Blouse Springsteen?

Now don’t think this is a racial post or something. This Bruce and Blues thing can may you confused and it’s early morning alright?


This is not Blues and she doesn't even have a blouse...

photo from company server

And they call me “Ludigel” here. I managed to get the “Lu Yud Sow” (which is “pig foot” in Chinese) of the list at least J

P.S: the out-of-office messages here always scare me in company email.

“HITLER is out of the office today”. I thought “And I hope he damned well stays out of it!”. But they I looked more closely, it was “Hitter”, not “Hitler”. I hope it’s not just a typo (brrrrrr).


GERMAN, DEUTSCH:


"Bruce" soll ich fragen, sagte meine Flau. Aber ein bisschen klang es wie "Blus", also "Blues" in korrekter englischer Schreibweise. Einen Kollegen machte ich dann senilkonfous, als ich ihn zu Bruce schicken wollte. Er hat aber mit Blues (Blues Lee) gesprochen, einem Kollegen vom anderen Team.
"Hast Du mit Bruce gesprochen?"
...Ja, mit Blues.
"Nein, ich meine Bruce!"
...Ja doch, mit Blues.
"Meinst Du Blues oder Bruce?"
....Blues!

Ich weiß bis heute nicht wer wer ist :-) In meiner alten Firma hatten wir noch jemanden, der auch "Bruce" (gesprochen wie Blues) nach Bruce Springsteen oder Lee hieß. Er schrieb das aber weder Blues noch Bruce, sondern "Blouse" wie die Damenbluse (geprochen wie "Blaus"). War immer fülchtelich beleidigt, wenn ich ihn ausversehen als Damenbluse tituliert habe.
Das R und L kann einen hiel vellückt machen. Meine Frau blingt auch immer Links und Rechts durcheinander. "Light or Left", das klingt so ...... KAWUMM, reifenquietsch...

Lassen wir das und gucken liebel auf das Bild der Dame, die weder Brause, B-Laus noch Bruce heißt und auch keine Blause hat...

Photo vom Kollegen,
LINK HIER


Und wehe es sagt einer, das sei ein lassistisches Posting. Dann lasst euch mal "Ludigel" oder "Ludjudsau" nennen (glins)....

Freitag, November 09, 2007

There is no alien moonbase (repeat after me)

German below, Deutsch unten !!!

ENGLISH:
Recently, a gentleman who had been in charge of photographs at NASA came up with a book, claiming it would show secret photos from the moon missions including alien artifacts and buildings, right on the moon surface. The photos would have been hidden all those years from the public. See his website HERE.
However, reading the pre-published preface of his book, you will find him talking about NASA being a secret society, full of mysterious Egyptians, Nazis and Magicans. Well, thanks for the latest contribution in conspiracy theories, ashame the author left out Cinderella and the seven dwarfs. No doubt, they are in space as well, somewhere. Oh yes, the codeword "Orion" used at NASA would reveal the secret location of an alien race.
I have no doubt about that. There are really Orions, to be sure. Actually, "Orion" is the name of this spiral arm of the galaxy; of OUR spiral arm of the galaxy, so, in a way, we are all Orions.

It's a shame you find nothing more than ... strange people when it comes to discussing the possibility of alien life in space. I mean, our galaxy has millions of star systems, and galaxies are clustering themselves into galaxy clusters, and then you have strings consisting out of galaxy clusters, as one one theory goes. So a rational discussion about us not being totally alone should be possible. But seemingly the ... strange people.... have the majority of opinion.

So I googeled around a bit and found this link from a US-Navy server, a picture from a moonbase:

NAVY pic (http://www.cmf.nrl.navy.mil/clementine/clib/generated_images/129048000768.gif)

Check the link!

The object in it enlarged:


The whole pic:


It's from the dark side of the moon, BTW.
Discussion group about it: here

The Navy main page for the photos: here

Check it out, it's really a navy server!

Of course, as the Navy explains, it's only a software glitch leading to strange images. It is not Photoshop manipulation barely covering up an object on the moon surface.

NO of course not! We don't want to believe such nonsense.
So repeat after me:

THERE IS NO ALIEN MOONBASE.
I DO NOT SEE AN ALIEN MOONBASE.

Repeat 50 times and then you should be all set.


GERMAN, Deutsch:

Es gibt Millionen von Sonnensystemen in userer Galaxis, unsere Galaxis ist Teil eines Galaxienhaufens und mehrere Galaxienhaufen bilden wiederum ein Galaxienband. So lautet jedenfalls eine gängige Theorie. Also müsste es eigentlich möglich sein, eine vernünftige Diskussion zu führen, ob es nun außer dem menschlichen noch anderes intelligentes Leben im Universum gibt. Allerdings liegt die Meinungsführerschaft unangefochten bei Vollidioten oder jedenfalls merkwürdigen Menschen. So hat unlängst ein NASA-Mitarbeiter, der dort für die Fotos verantwortlich war, ein Buch herausgebracht, das angeblich Fotobeweise für Alien-Bauwerke auf dem Mond und andere Artefakte enthält. Diese Beweise, die man bei den Mondlandungen der Amerkaner gefunden hätte, hätte man uns also jahrzehntelang verschwiegen. Nun, mein Großhirn schrie schon wieder "Phantastenalarm", aber wegen des NASA-Bezugs habe ich trotzdem auf den Link geklickt, der immerhin bei Heise.de gepostet war. LINK: HIER. Dort kann man sogar eine Leseprobe entnehmen. Allerdings geht es gleich im Vorwort mit verschworenen Gemeinschaften aus Ägyptern, Magiern, Freimaurern und sogar Nazis los, die alle bei der NASA Geheimgesellschaften bilden würden. Man kann das Büchlein also getrost vergessen; da fehlen ja nur noch Schneewittchen und die Sieben Zwerge.

Leichtsinnigerweise habe ich dann aber nach "Alien Moonbase" gegoogelt und bin bei folgender Abbildung auf einem Server der US-amerikanischen Marine gelandet:


NAVY pic (http://www.cmf.nrl.navy.mil/clementine/clib/generated_images/129048000768.gif)

Man kann die Abbildung und ihre Vergrößerung auch oben im englischen Teil sehen, sowie dort einen Link auf eine Diskussionsgruppe finden. Irgendwie sieht das Bild so aus, als hätte dort jemand ein riesiges Bauwerk auf dem Mond dilettantisch mit Photoshop retouschiert. Aber das kann ja nicht sein, wir sind ja vernünftig und glauben an "sowas" ja nicht.

Also sprechen Sie mir bitte alle nach:

DA IST KEINE ALIEN-MONDBASIS AUF DEM FOTO.

50-Mal dürften reichen. Dann ist alles in Ordnung.

Freitag, November 02, 2007

Xiaojie Terror


overwiew page: teichert-online.de

German below, Deutsch unten !!!

ENGLISH:
Taiwan is a stressful place to live. The presence of xiaojies (xiaojie is the chinese word for "Miss", which is also the general word to address a woman here) with their tendency to wear extreme high heels and mini-skirts can be damned stressful. I mean, now it's about 15 degrees or so in Taipei, at least this morning, but a girl in my office had a skirt so short, it showed the hems of her black stockings. I can understand why these Islam guys like to enforce this head- to toe cover. They save on heart pills and coolants this way I guess.

Without it, guys Taiwan occasionally get this face expression (Jacky Wu, a local male idol):


Pic from one of the choir lady's photo page (but she is properly clothed, good education): http://www.friendster.com/photos/33964361/368245612/15010

To calm down, I watch some photos which had been send around by the photo club of my company via corporate email. They are sending pics of landscapes and stuff recently... oh no, xiaojies again. Well, fully dressed. That's a relieve.

And no, the ladies of Taiwan are not "easy to have", as some readers of my blog were asking me. They like miniskirts and high-heels, but to get them, it's the usual process of getting to know them and marrying them in conservative Taiwan (for computer nerds: there are a few steps in between saying hello and marriage).


click on pics enlarges

Now, this is Taiwan in winter. Can you imagine what it's like in SUMMER?

DEUTSCH, German:
Es ist November in Taiwan und relativ kalt mit 15-18 Grad. In der Kantine sah ich neulich eine junge Kollegin, wie immel hier ein kindlich-naiv wirkendes Gesicht (sie tragen auch diese weißen oder rosafarbenen Haarreifen, die ich immer mit Kindergarten 1971 asoziiere) und ein dicker brauner Wollplulli. Kollegin geht weiter.... und mein Blick fällt auf einen dicken, warmen Wollrock. Soweit, so gut. Als sie dann an den Tischen vorbei ist, sehe ich, dass der dicke graue Wollrock sehr unvermutet endet. Nämlich jäh auf Höhe der Oberkante der langen Strümpfe, die sie anhatt. Der Anblick kam so unvermutet, dass er den kalten Becher Tofusuppe (schmeckt furtchbar) in meiner Hand erwärmt hat. Man sollte nun nicht gleich moslemische Bekleidungsvorschriften einführen, aber eine Art Warntafel auf dem dicken Winterpulli (rote Schrift auf weißem Grund, Pfeil abwärts: ACHTUNG: EXTREM-MINIROCK FOLGT) könnte nicht schaden. Und es ist Winter! Was soll das erst im Sommer werden.

Fotos oben vom Firmen-Photoclub resp. der Fotoseite einer taiwanesichen TV-Komparsin (siehe Link oben), allerdings ist die Dame ordentlich bekleidet, nur falls jemand weiteren Anschauungsunterricht in Xiaojies (Fläuleins) nehmen will. Ohne solche Warnschilder bekomme ich hier manchmal einen Gesichtsausdruck wie der Kerl oben (Jackie Wu, männl. TV-Idol).

Und nein, taiwanesische Damen sind nicht "leicht zu haben". Oder besser, genauso leicht wie die in Deutschland: Über die HHH-Methode. Nie gehört? "Höflich ansprechen, Hof-machen und heiraten).

Donnerstag, November 01, 2007

No fighting, no milkchocolate


German below, Deutsch unten !!

ENGLISH:

First a sentimental picture, can't do without it in a sentimental blog entry:

Photo: (Ludigel) Laatzen close to Hannover, Germany. Sniff.

Thing is, in a multicultural marriage, it's often difficult to live together. As quite a few couples from two nationalities we had frequent quarrels, kinda "Confucius vs. Sauerkraut" stuff. It's a lot of wasted time by nagging about things which have a different modus operandi in country A, when you are from country B and your partner is hooked on the way they do things in A. And the other way round.
Well, recently things changed. We now don't find anymore and things are nice. Something has changed and made us overcome our differences. I originally wanted to write about it here, at a blog is some kind of diary. But ....I rather keep that to myself :-() The concept of an online diary is somehow illogical. So the sentimental part got a bit small after all.
Well, this new harmony, caused by a mysterious phenomenon, has a big downside as well. My parents, who now have finally fully embraced my wife in our family are now sending a lot of bitter chocolate in their regular food-deliveries from Germany, because my wife likes bitter chocolate. My rations of milk chocolate got extremely tiny. All black stuff now. Damned, the good old fighting wasn't so bad after all........


DEUTSCH / German:

Ein sentimentaler Blogeintrag braucht auch ein sentimentales Bild (s.o., aus der Weltstadt Laatzen bei Hannover - ist wirklich eine Weltstadt, die ganze Welt treibt sich da zu den Messen rum), ein zweites wäre zu viel. So groß ist Laatzen ja auch nicht, das es so ohne weiteres für zwei Bilder reicht, hust.

Mein Weiberl und ich sind jedenfalls seit ein paar Wochen in eine neue Phase eingetreten. Während in den ersten 3plus Jahren unserer Ehe immer wieder die Fetzen flogen, weil ich nicht chinesisch genug bin und sie nicht deutsch (zweikulturelle Ehe macht halt Arbeit), ist nun Friede eingekehrt. Kein Küchenstuhl kracht mehr auf die falschmamorne Tischplatte (sie), kein Tablett-PC fliegt mehr auf die Fliesen (sie), kein Wasserkocher mit heißem Wasser fliegt mir mehr entgegen (sie) und keine wertlosen Werbebecher gehen mehr zu Bruch (ich). Kurzum, es ist in der letzten Zeit eigentlich recht langweilig geworden. Ich finde in der Rückschau, meine Auswahl an Zerdeppertem war irgendwie geschickter und billiger, aber gut.

Den Grund für die Änderung will ich für mich behalten. Was ein Onlinetagebuch für einen Sinn hat, frage ich mich gerade, wenn man die wirklich wichtigen Dinge, die einen bewegen, wegen Öffentlichkeit doch nicht reinschreibt... :-() So war gezz der sentimentale Teil ein bisschen kurz.

Die neue Harmonie die ausgebrochen ist, auch zwischen meinen Eltern und meiner Frau, hat jedoch auch gravierende Nachteile. Früher haben meine Eltern in ihren Care-Paketen immer Vollmilchschokolade geschickt, jetzt fast nur noch Bitterschokolade, wie sie meine Frau mag.
Die guten alten Streitereien mit kinetischen Geschossen waren doch nicht so schlecht... Man konnte auch ehr mal wieder renovieren...



Dienstag, Oktober 30, 2007

hitting my wife (and little nephew)

German below! Deutsch unten !

ENGLISH:

Damned, they little Taiwanese boy had got me hard. Punched me in the face several times and knocked me off my feet. But then I brought him down with a series of real hard punches in the ... STOP!!!! I am talking WII, the play console by Nintendo. You swing one or two controllers (when boxing one is for the left hand and one for the right hand) to simulate your hand movement. Best gaming results can be achieved when standing. So the good thing is, instead of sitting at the computer desk when playing and gaining weight and getting an arched back, this game really helps you to exercise. My nephew and I ended up jumping up and down and we were really getting sweaty (yuck) and all worked-out as in a real sport exercise.
Then my wife took over and she was really beating the crap out of me. Gosh. Though she didn't understand she is not supposed to really hit ME, but rather the computer-generated little man on the screen representing me (the screen is divided to show my and her perspective in the boxing arena).



I am looking forward to playing again this weekend. My little nephew has developed a new leaning-left and leaning-right technique, my wife told me. Guess I am in for a double-beating this weekend.

German, DEUTSCH:

Mein kleiner dreijähriger Neffe hatte mich hart erwischt. Wieder und wieder schlug er mir seine kleine, harte Faust in den Wanst, bis ich in die Knie ging. Doch meine Retourkutsche folgte auf den Fuße. Noch benommen, verpasste ich ihm .... STOP! HALT! Ich rede von der Nintendo WII - Spielkonsole (sprich: "wie"), wo man mit einem oder zwei Kontrollern (einen für jede Hand) vorm Fernseher steht und beim Boxspiel wie ein wahrhaftiger Boxer hin und her springt. Die Schläge meines kleinen Neffen, der wie ein Berserker auf und ab sprang und beide Fäuste wie Windmühlen im Kreis bewegte, konnte ich nur abwehren, indem ich die linke Hand (mit dem Kontroller) vors Gesicht hielt. Dann, hehe, konnte ich der etwa wie ein Playmobilmännchen aussenden Boxerfigur, die zu ihm gehörte, eine Reihe von Faustschlägen verpassen. Auch wenn mich der Gedanke, das ein Dreijähriger dahinter steht, etwas iritiert hat. Aber Lache war nötig, schließlich hatte mich das kleine Schwergewicht ("Didi del Schleckliche") schon dreimal auf die Matte geschickt.
Dann übernahm meine Frau, von meinem Vater einst etwas politisch unkorrekt als "die gelbe Gefahr" beim Mensch-Ärgere-Dich-nicht - Spiel tituliert (sie hatte gelbe Spielsteine!) und ... trat und schlug auf MICH ein anstatt auf meine Boxerfigur auf dem Fernsehschirm. Natürlich gewonnen, das Biest. Auch wenn ich nicht wusste, das Treten zum Boxen dazugehört...

Nächstes Wochenende geht es weiter. "Didi" hat schon ein paar fiese Links- und Lechtslupfer trainiert, um es mir heimzuzahlen. Oh weh...

Donnerstag, Oktober 25, 2007

I offended the Borg

German below, Deutsch unten!

ENGLISH:
Someone on the expat forum forumosa.com once said them Taiwanese are like the Borg. When one is moody all are moody.

Well..... Today I had enough of being .... befriended... by the kitchen guy at the cheap 25 NTD booth in my company. His way of befriending me is to talk to me loudly in Chinese, which I do not understand for the most part, and then look around for appraisal by other people in the queue. He always gets it, people grin at me, laugh at me. Not with me, but about me. Today he said he would want to help me speak Chinese confidently. With a grin on his face and this "I am the big dude, you are the funny foreigner for my amusement" body language and attitude. Like a German redneck would tell a guy from Africa who can't speak his language: "today I help you to speak proper German".

I hate it. He does that every single time I want the cheap lunch. I go to the expensive booth most of the time...

Today I had enough. I gave him my GERMAN stare, straight in the eye, unfriendly as we folks are and asked him "IS ANYTHING FUNNY?" He looked down and said "No", being red-faced.

Maybe I was over-reacting, at least he didn't touch me today. I hate that and it makes me spill my noodles on the floor.

THEN I went to 7-11, bought the usual over-priced-low-quality US big brand candy you can only buy there and .... the gal pointed to the cash register display which said 721 NTD. For a few candy bars!!!

I refused to pay and she corrected it to 221 NTD. No cheap cash today, xiaojie.

So.... there's the proof. I made one local lose his face and 2 minutes later another one wants to cheat about the money. They are after me.
Oh god..... what is that. The cleaning ladies and the kitchen people gathered at one place, and ..... they have forks and brooms...

[OK reading this I guess I am in the middle of a had-enough-of-Taiwan breakdown again]

See here: it's not only me!


In Taiwan you get stared at...

GERMAN:

Taiwan ist vielleicht eines der freundlichsten Reiseländer der Welt. Man wird von den Einheimischen nicht selten wie ein Weltwunder zelebriert, lässt Menschen in ihrem Tun innehalten und einen anstarren. Manchmal folgt eine angeregte Diskussion in Chinesisch (unter den Starrern, man kann selbst mit Chinesisch da nicht dran teilnehmen - sagen chinesisch sprechende Ausländer) , in der Regel mit "mit dem Finger zeigen" untermalt und Wiederholungen des Wortes "waiguoren" oder "laowai". Beides steht für Ausländer, das Letztere ist eine freundliche Spottform (es sei denn ein "ssssssss" für "verdammter" ist vorangestellt).
Oft wird man ange-hallo-t "hello hello hello" und eine ganze Familie winkt grinsend herüber. "Kannst du meinen Kindern Englisch beibringen?", wird man auf der Straße oft gefragt und hört, wenn man durch andere Taiwanesen etwas bekannt wurde mit jemanden, Ratschläge wie "du solltest abnehmen, du bist so furchtbar fett" (kriegt jeder Ausländer zu hören, der nicht gertenschlank ist) oder man kriegt Fragen wie "Trinkst du ständig CocaCola" und "warum esst ihr den ganzen Tag Hamburger" zu hören. Weil..... alle Weißen sind Amerikaner. "Meiguoren", "Amerikaner" hört man hinter sich fast so oft wie Laowei und Waiguoren.

Was den Kurzbesucher fasziniert und die Überzeugung weckt, hier superfreundlich aufgenommen zu werden, kann als Langzeitausländer nerven. Man entdeckt in fast jedem "Anhimmeln" auch Spott. Die Taiwanesen haben eine reine Ein-Weig-Kommunikation mit dem Ausländer (auch wenn man wirklich mit ihnen redet), sie reden meist gleich nur ÜBER den Ausländer untereinander, auch wenn er direkt daneben steht, gehen aber auch in der Diskussion nie auf das ein, was man sagt. Sprachbarriere spielt hier sicher eine Rolle.
Die Form des Spotts, den lustigen Ausländer so furchtbar dick und überhaupt drollig mit seiner langen Nase zu finden, dann wieder aber auch schön "wie Tom Cruise" und angeblichen "strahlend blauen Augen" (habe ich garnicht), dient auch oft dazu, sich selbst als normal und eben aus einer alten Kultur, die das Nonplusultra ist, selbst zu bestätigen.

aufdringliche Einheimische, wie kriege ich jetzt die Hände vom Gesicht...
(OK... die Hände gehören meiner Flau)


Der Ausländer sieht komisch aus und isst komische Sachen und man findet schnell einen Grund ihm zu erzählen, dass die chinesische Kultur 5000 Jahre alt wäre (yeah, friggin 50 times the same 100 years) etc.

Auch wenn der Spott noch so nett gemeint ist, er nervt einfach, wenn man ihn 365 Tage im Jahr erlebt. Oder wenn einem Männer hier ständig sagen, man sehe gut aus, brrrr.

Seit Monaten himmelt mich jemand vom Küchenpersonal an, ein 50jähriger Mann. Mir ist das unangenehm, auch wenn es völlig asexuell gemeint ist (ist es in 99% der Fälle). Ich stehe an seinem Stand und löffele mir das Gemüse auf den Reis und er zeigt mit dem Finger auf mich, lacht, sagt irgendetwas in Chinesisch und alle anderen (20 Taiwanesen) kichern und lachen. Meine Frau übersetzt dann hinter er. Er sagt Sachen wie "Dem blinge ich noch mal Chinesisch bei, dann kann el sich eine Fleundin zum Tee einladen". Nett, supernett gemeint, aber ungemein nervend. Es ist die Art von freundlichem Spott, die den Sprecher selbst erhöhen soll auf Kosten des Spottobjekts. Ich ertrage es seit Monaten, denke mir, "soll sich der arme Kerl von mir aus sein Ego stärken, er hat ja sonst nur seinen Freßstand" aber, nach Monaten, konnte ich nicht mehr. Denn zum Schluß hat er mich auch noch angegrabbelt, während ich mir Nudeln aufhäufe (platsch). Da habe ich ihm meinen "Taiwanesen-Abschrecken-Todes-FolterAndrohen-3.Weltkriegs - Böseblick" gegeben (ich nenne das "my German stare") und er hat nur kläglich gepiepst und mit in Ruhe gelassen.
Weib war böse, dass ich den netten Taiwanesen, der doch nur mein Fleundchen sein will, so böse behandle und ich streite mich seit dem mit meinem Weib übel die Sache.

Seufz.

Gottseidank hat die (externe Gastronomie-)Firma ihn erstmal ausgetauscht. Doch das Grauen kehr bestimmt zulück.

Oh Taiwan, du kannst nerven wie ein chronischer Furunkel.

Ludigel
(im Taiwankoller)

P.S.: das mich eine seiner 50jährigen Kolleginnen anhimmelt, ist natürlich OK. Die gibt mir immer extra Nudeln.