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Freitag, Januar 19, 2018

Zurück nach D?

Länderchaos wieder mal?

Das Hauptproblem das meine Frau und ich haben ist ein geographisches. Ich lebe seit 2004 in Taipei, aber ich hasse die Enge, den Smog, die Hektik und meine Gesundheit hängt mir hier auch immer in den Kniekehlen, wobei sich letztlich alles auf den Smog zurückführen lässt.
Meine Frau hingegen hat immer in Deutschland den "Rappel" bekommen, schwer zu ertragende nervös-genervte Zustände, die am heimischen Familientisch mit meinen Eltern zu manchem Drama geführt haben.

Kulminiert war unser Geographieproblem 2014, als meine Frau kurzerhand mit unserem Sohn nach Manila auf den Philippinen zog, wo sie für kurze Zeit finanziell und sozial mit ihrer dort lebenden Schwester fusionierte und ich nach Deutschland zog. Die Trennung von Mr. und Mrs. Ludigel schien unausweichlich, auch weil ich den Traum vom Leben im Hochkriminalitätsland Philippinen mit geschäftlicher Fusion mit dem dortigen Schwester/Schwager-Pärchen nie nachvollziehen konnte.

Schon bald jedoch hatte meine Frau Manila wieder verlassen. Sie und Sohn waren wieder in Taipei. Nur die finanzielle Fusion mit den Manilesen ließ sich nicht mehr auflösen; da ist noch heute alles Geld vertäut und ich versuche das Thema mit schwarzem Humor zu nehmen.

Nun leben wir wieder in Taipei aber meine Frau erklärt nun, sogar in das ihr unwohle Deutschland ziehen zu wollen. Sollen wir also unseren Doppeleinkommensjob bei der taiwanischen Firma kündigen um in Deutschland glücklich zu werden wo ich mich auf Jobsuche begeben müsste? Die finanziellen Konstrukte meiner Frau während unserer vorübergehenden Trennung und das resultierende leere Portemonnaie machen diesen Schritt nicht gerade leichter.

Oder alles so lassen wie es ist? Meine Firma ist so großzügig mir viele Freizeiten in Deutschland zu erlauben, wo ich alle paar Monate jeweils mehr als einen Monat verbringen kann, auch um meine Mutter - die allein im Reihenhaus in Niedersachsen verblieben ist - zu unterstützen.

Was würden sie tun? Stressig erscheint mir insbesondere die Anfangsphase in Deutschland, wenn eine nervöse Frau und Junior zusammen mit meiner Mutter und mir im Reihenhaus sitzen und ich sehen muss, dass ich einen Job finde.
Besser ist es sicherlich, Vorstellungsgespräche oder die neuerdings in Mode gekommenden Assesments mit 50 Kandidaten ohne finanziellen Druck im Hinterkopf zu führen.


Donnerstag, Januar 18, 2018

Taiwaner Drittbeste: Intelligenzbestien

Dass Taiwaner "pfiffig" sind, schreibe ich des öfteren. Etwa indem sie giftige Schadstoffe im Essen einfach legalisieren. 
Wäre Taiwan voller "Schwarzer Witwen", die ältere Herren mit Strichnin-Tee um Leben und Erbschaft bringen und wolle Taiwan seine Kriminalstatistik verbessern, dann gebe es zwei Methoden: Entweder die Kriminalität bekämpfen oder eben heimlich-Strichnin-im-Tee legalisieren.

Mit den fortlaufenden Lebensmittelskandalen hat Taiwan den letzteren Weg beschritten. Der giftige Flüssigkunstoff DEHP, der immer wieder im taiwanischen Essen auftaucht, ist neuerdings nicht mehr "toxic" sondern nur noch eine bedenkliche Substanz. Problem gelöst.


Da staunt der Teutone: nirgends Flüssigkunstoff drin, sondern IQ en masse: Taiwan



Wie kommt man auf sowas? Nun, etwa indem man eine Intelligenzbestie ist. Taiwan ist mit einem Durchschnitts-IQ von 106 Drittbester in der IQ-Welthitliste, nur getoppt von Singapur und Hongkong mit 108. So gesehen könnte man auch Taiwan den 2. Platz geben und Singapur und HK teilen sich den ersten.

https://www.laenderdaten.info/iq-nach-laendern.php

Die beste europäische Nation sind die Meister von Handgelenkstickern und Schoki, die Schweizer mit einem IQ von 102 und Pos. 7; davor Südkorea, Japan und China.

Niederlande, Nordkorea und Macao runden die Top-Ten ab, so also nur zwei Europäer den Asiaten die Ränge streitig machen.

Deutschland auf Platz 15 mit runden 100; der selbe Wert wie GB, Österreich und Neuseeland. USA abgeschlagen auf Platz 27. Jetzt denkt jeder "doof sind die Ammis". Aber tatsächlich ist es immerhin noch ein IQ von 98, also knapp hinter den merkelwählenden Teutonen.

Die Philippinen, in die ja kürzlich meine Frau umgezogen war (um eine Weile später geldbefreit reuig zurück zu kehren) auf Pos. 65 mit IQ 86. Bei manchen Sachen schlägt eben die 86 doch die 108.

Die Frage ist: Was ist mit den Ländern, aus denen "unsere Zukunft" gerade kommt. Also der arabische und afrikanische Raum mit seinen Heerscharen an Fachkräften, die gerade wie eine Wissens- und Wirtschaftskraftinfusion teddybärenduckend in die deutsche Wirtschaft strömen?

Da wurde der Mausfinger fast verkatert vor lauter Scrollerei.

Afghanistan, Land des berühmten "Kabuli Pilaw" (geschmortes Lamm): Pos. 94, IQ 80.
Irak, Wiege der Zivilisation, Pos. 67, IQ 86.
Syrien: Pos. 87, IQ 82.

Zum Vergleich Türkei, hier außer Konkurrenz mit Pos. 56 und IQ 89.

Die südlichen Afrikaner haben die 70er-IQ-Nummern für sich gepachtet (Elfenbeinküste, Kenia mit 71 Ghana und Namibia mit 69; die nördlichen Marokkaner haben hier das Rennen für sich entschieden mit einem IQ von 82; Tunesien 81.

In Deutschland gilt also Grenze für geistige Behinderung die 69 beim IQ. So gesehen ist unsere Auffassung sicher falsch. Invertiert man die Tabelle einfach, dann liegen die Zukunftsländer vorn und alles ist in Ordnung.

Kritikpunkt am IQ-Test natürlich: Dass er eher westliche Neigungen bei kognitiven Prozessen berücksichtigt und daher andere Kulturen benachteiligt sind.


Freitag, Januar 12, 2018

Taiwan Lebensmittelstatus 2017: krebserregender Stoff legalisiert!

Seit ein paar Tagen bin ich wieder in Taiwan. Und habe merkwürdige und sehr störende Symptome, die ich als allergisch einstufe

Abgesehen von einem Hexenschuss beim 150 kg-Pakete-Stemmen war ich während der 5 Wochen meines vergangenen Deutschlandaufenthalts die reine Gesundheit. Doch kaum seit ein paar Tagen in Taiwan (seit dem 03.01.) bin ich ein gesundheitliches Wrack. Eine Vorgeschichte habe ich ja: Seit meinem Kommen 2004 hatte ich in Taiwan ständig allergische Symptome (eine Miniversion von dem was ich jetzt habe), die bei Aufenthalten außerhalb Taiwans am dritten Tage völlig verschwanden. Ich dachte immer, was kippen die Taiwaner bloß ins Essen? Die Antwort war u.a. DEHP, ein industrieller Schmierstoff, der wohl seit den 90er-Jahren Palmöl in Taiwan ersetzt hat und in fast allen Lebensmitteln war.

Siehe hier: 
https://en.wikipedia.org/wiki/2011_Taiwan_food_scandal
und auch hier bzgl. anderer problematischer Stoffe:
https://en.wikipedia.org/wiki/2013_Taiwan_food_scandal
und hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/2014_Taiwan_food_scandal

2011 verschwanden dann die Symptome. Im Jahre 2015 hatte ich dann allerdings ein gutartiges Wachstum, das zu einer Art Organversagen führte und operativ behandelt werden musste, laut Tierversuchen lässt es sich auf DEHP zurückführen (auch wenn das gutartige Wachstum auch andere Gründen haben kann, wie immer bei solchen Dingen).

 Wo ist mehr Plastik drin? Im Essen oder im Löffel?

2016 hatte ich dann keine Symptome mehr, aber nun nach der Rückkehr nach Taiwan bin ich wieder voll dabei. Lassen wir meine persönlichen Symptome und fragen wir uns stattdessen, wie es im Jahre 2017 mit der Lebensmittelsicherheit in Taiwan ausgesehen hat. Aufgefallen ist mir, dass man von Lebensmittelskandalen rein gar nichts mehr hört. Ganz im Gegensatz zu früher. Soll das nun heißen, dass die Taiwaner ihre Lebensmittelindustrie komplett umgekrempelt haben? Oder - so dachte ich sogleich - hat die neue Präsidentin Tsai Ingwen  (DPP, seit 2016 im Amt) eventuell die Regularien aufgeweicht?

Ich weiß es natürlich auch nicht, aber folgender Link stimmt wenig optimistisch:
http://courageworld.ch/TaiwanFood.htm

Dort heißt es, berufend auf einen Universitätsprofessor, dass Taiwan 2017 mehr "relaxed" bei der Lebensmittelsicherheit sei, im Gegensatz zu anderen Ländern. Und dass - eine 2017er Meldung) der erlaubte Pestizidgehalt der Nahrung 1000 mal so hoch sei wie in Europa. Außerdem sei das Dioxin-Kontrollsystem zusammengekracht. Näheres wird nicht angegeben sondern auf einen TV-Bericht verwiesen.
Außerdem haben die pfiffigen Taiwaner einen Kustgriff gemacht. Der toxische Flüssigkunstoff DEHP ist laut dem Link 2017 nicht mehr als "toxic chemical material" sondern nur noch als "concerned chemical material" eingestuft.

Weil also das krebserregende, leibesfruchtschädigende und Diabetes auslösende DEHP in Taiwan als illegaler Palmölersatz so beliebt ist, hat die Regierung die Konsequenzen gezogen und den Stoff offenbar legal gemacht! Das würde meine derzeitigen Symptome erklären, die wie eine Maximalversion dessen sind, was ich bis 2011 hatte (offenbar: China-Times, April-21-2017).

Ich gebe meinen Symptomen (die ich meiner einer gewaltigen Apotheke bekämpfe) noch 2 Wochen. Wenn sich dann nichts ändert, muss ich die Zelte im Chemiewunderland Taiwan abbrechen, dem Gejammere von Frau und Junior zum Trotze.


Dienstag, Januar 09, 2018

GENERALI Lebensversicherung - Altverträge (Update)

Früher ging's im Blog um Minirockträgerinnen und Stinky Tofu, heute um Versicherungen. So ändern sich die Zeiten


Da gibt es Dinge, die hat man nur so im Hinterkopf und setzt sie als selbstverständlich voraus. Bis man sich näher mit ihnen beschäftigt.


In den 80er und 90er Jahren habe ich zwei Lebensversicherungen bei der VOLKSFÜRSORGE-Versicherung abgeschlossen. Diese gibt es heute nicht mehr, weil die italienische GENERALI die Volksfürsorge übernommen hat. Laut den über die Jahre kommenden Statusberichten sollten beide jeweils eine (Zusatz-)Rente von um die 380 Euro (Garantiesumme bei einer 370 Euro) bieten oder einen Einmalertag in Höhe von mehreren Zehntausend Euro. Nah am Sechsstelligen, so viel sei verraten.

Ich erinnere mich noch gut an das letzte Gespräch. Damals stellte der Volksfürsorgevertreter noch 250.000 DM pro Vertrag in Aussicht, also 125.000 Euro. Davon kann freilich heute nicht mehr die Rede sein sondern die jüngsten Prognosen nähern sich offenbar immer mehr den Garantiesummen an. Ich kann auswählen, ob Einmalbetrag oder Monatsrente und auch letztere fällt immer weiter über die Jahre. Seit 2012 ist beispielsweise die Rente von prognostizierten 439 über 419 auf 408 gefallen.

Die Tage dann eine Horrormeldung in den Nachrichten: GENERALI erwägt den Verkauf solcher Altversicherungen mit hohen Garantiezinsen an chinesische oder britische Investoren, die die Versicherungen dann "abwickeln" wollen. "Abwickeln" bedeutet im günstigsten Fall, dass die Versicherungen einfach weiterlaufen, wenn wohl auch näher an den Garantiesummen orientiert als dass früher der Fall gewesen war. Die Großinvestoren wollen nicht nur Verwaltungskosten sparen sondern auch bei den Auszahlungen sparen.

*** Refrain von Nobbie Blüm: Die Rente ist sischer ***

Noch hat die Generali die Verträge selbst, doch während meines Deutschlandaufenthalts bekam ich schon Besuch von einem Vertreter von GENERALI. Dieser schlug mir natürlich eine Kündigung des einen Vertrages vor, bei dem ich nach wie vor jährlich einzahle. "Minussparen" sei das und als Alternative hatte er...

- Kündigung (etwa um einen "Renault Twingo" zu kaufen wie er sagte)
- Ersetzen durch Pflegeversicherung
- Ersetzen durch neuen Vertrag mit in Aussicht gestellten viel höheren Erträgen aber einem Garantiezins von 0 %.

Fällt mein Altvertrag auf die Garantiesumme zurück hat er sich zwar kaum gelohnt, wirft aber immerhin etwas ab. Daher habe ich natürlich nichts abgeschlossen, auch wenn der Vertreter mit hohen Endsummen gelockt hat. Aber mir war eben noch gut im Gedächtnis wie auch bei Altvertrag damals von unrealistisch hohen Summen geredet wurde und so habe ich das Angebot natürlich abgelehnt. Wer will schon Twingo fahren.

Also nicht auf die Silberzungen der Generali mit Verträgen ohne Garantili reinfallen - letztlich wollen die ihrer Versicherung nur Geld sparen. Die Fürsorge für den Versicherten werden sie nicht im Auge haben.

Theoretisch könnte man mit so einem Neuvertrag beide Seiten glücklich machen: Den Versicherten und die Versicherung. Denn im Gegensatz zu den Altverträgen dürfen die Versicherer am Geldmarkt bei den Neuverträgen höheres Risiko eingehen; etwa sehr ertragreiche Fonds am Markt kaufen.

Aber wenn ich mir vorstelle dass bald ein britischer oder chinesischer Großkapitalist meinen Vertrag besitzt: Soll ich ernsthaft glauben, dass mir ein Herr Fong aus Peking etwas von seinen hohen Erträgen aus purer Menschenfreundlichkeit abgeben will? Er wird mir das abgeben was er muss - und das wären eben 0,0% vom Gewinn. Nichts. Fisch gibt's. Fliegerbrille.

Wer in ähnlicher Lage ist soll bitte die Altverträge behalten. Sonst kichert der Vertreter wenn er mit dem Nullvertrag glücklich das Haus verlässt über die Dummheit des Altkunden.

Edit: Auch ein chinesischer Investor muss in Deutschland voll als Vertragspartner für die Versicherungen einstehen und kann diese nicht einfach kündigen. Die deutsche BAFIN-Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister hat hier ein Auge drauf. Ich frage mich allerdings wie das laufen soll, wenn am Ende der Besitzer in China sitzt. Aber gut, vermutlich gibt es dann eine in Deutschland registrierte Dependanz des chin. Eigentümers. Auf jeden Fall werden die letzten Jahre bis zur Auszahlung ein spannendes Rennen...

Dazu passend, was Neuverträge angeht:

https://www.focus.de/finanzen/versicherungen/lebensversicherung/ueberschussbeteiligung-schock-fuer-generali-kunden-lebensversicherung-senkt-zinsen-auf-rekordtief_id_8272347.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter_FINANZEN

Freitag, Dezember 22, 2017

Hauptsache (unfreiwillig) Allianz-versichert (Unister-Abofalle)

Während des Deutschlandaufenthalts machen sich Versicherungsgesellschaften bei mir gleich von zwei Seiten unbeliebt.

Erstens kündigt mir ein Vertreter der GENERALI an, dass seine Gesellschaft meine alten Lebensversicherungsverträge, die sich gaaaanz langsam der Auszahlung nähern, nicht mehr so ernst nehmen wollen und nur noch Minimalbeträge zahlen wolle. Er bot mir statt eines der beiden Altverträge einen neuen ohne Garantiezins an. Nein, habe ich nicht gemacht und GENERALI ist bei mir inzwischen ein Begriff, der ähnlich seriös ist wie einer der Leute, die in Taiwan bei Schwiegermutter anrufen, um ihr Geld abzuschwatzen. Aber über die GENERALI und ihre Machenschaften - sicher durch den Kapitalmarkt bedingt - soll demnächst ein eigener Artikel folgen.

Die zweite nervige Versicherung:
Die Allianz hat mir nun eine Email mit folgendem Inhalt geschickt (s.u.). Man will also eine Reiseversicherung verlängern und von der Kreditkarte abbuchen, die ich nie abgeschlossen habe. Pishing-Email? Der Anhang, den ich auf einem Linux-System geöffnet habe, sieht allerdings täuschen echt aus. Als Vermittler der nicht existenten Versicherung fungiert ein "Vermittler" aus Leipzig. Den Familiennamen habe ich natürlich unten geändert.
Ich habe die Email an den Fraud-Emailpostkasten der Allianz geschickt und um Klärung gebeten, ob die Email echt ist, angegeben, dass wir keine Geschäftsbeziehung haben, dass ich mir für den Fall der Echtheit Korrespondenz per Realpost und nicht per Email wünsche und dass ich gegen unberechtigte Abbuchungen vorgehen werde. Vorsicht also bei Kreditkartenabbuchungen dieser Tage. Vermutlich steckt ein Datenklau und Datenhandel dahinter.

Im Manchester-Kapitalismus, den man hat, wenn eine SPD nur noch der Wurmfortsatz der CDU ist, wird man eben sogar von der Allianz beschissen.


Sehr geehrter Herr Meierbier, 

anbei erhalten Sie wichtige Vertragsunterlagen zu Ihrem Jahresschutz. Dieser verlängert sich in Kürze um ein weiteres Jahr. Bitte beachten Sie die Anlage, die das Verlängerungsschreiben für Ihren Versicherungsschutz enthält und nehmen Sie dieses zu Ihren Akten. 
Mit freundlichen Grüßen 

AWP P&C S.A., Niederlassung für Deutschland · Bahnhofstraße 16 · D-85609 Aschheim (bei München) · Deutschland 

www.allianz-assistance.de 

Allianz Partners Deutschland (firmiert unter: AWP P&C S.A., Niederlassung für Deutschland): Hauptbevollmächtigter / General Representative: Olaf Nink. 
Sitz der Gesellschaft / Registered Office: Aschheim (bei München). Registergericht / Registration Court: München HRB 4605. USt-IdNr. / VAT ID Number: DE 129274528. VersSt-Nr. / IPT No: 802/V90802001910 
AWP P&C S.A., Aktiengesellschaft französischen Rechts. Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie hier: 

www.allianz-assistance.de/impressum 


Das haben unsere Kunden zu berichten: https://www.youtube.com/Allianzassistance 

Besuchen Sie uns auch auf Facebook: www.allianz-reiseversicherung.de/facebook 
 
UPDATE: 
Es handelt sich um die UNISTER-Abofalle über die ehemals vertrauenswürdigen Webseiten flug.de/fluege.de, die ich früher immer viel benutzt habe.
Jetzt gewöhne ich mir das wohl ab. UNISTER steckt dahinter, ein Unternehmen das kürzlich in der Insolvenz war.
Wer eine Reiseversicherung für einen Flug dort abschließt, erhält eine Police von der Versicherung Berlin-Direkt, die nur im Kleingedruckten angibt, zum Dauerabo zu werden.
Die Verlängerung kommt dann aber von der Allianz, nicht von Berlin-Direkt, die die o.g. Email schickt. Ich habe die Allianz kontaktiert und um Storno gebeten und ausdrücklich auf die Abofalle hingewiesen. 
Freundlicherweise ist die Allianz darauf eingegangen und hat damit bei mir ihren Ruf etwas wiederhergestellt. 
 
 
 

Mittwoch, November 22, 2017

My Taiwanlife - Eine Krankengeschichte

Taiwan ist kein Land für kleine Kinder oder Leute ab 50. Reizklima durch 99-100% Luftfeuchte Smog aus Abgasen und rüberwehendem China-Dreck setzen auch jüngeren zu. Die fast permanente Verseuchung des Essens mit illegalen Chemiezusätzen (ein Skandal jagte bis 2014 den nächsten) tut sein übriges, den Körper zu belassen.

Nur in Stichworten:

Ludigel 2004-ca.2008: im damals noch vermüllten Taipei (heute Straßen weitgehend müllfrei, damals nicht) setzen mir Hautkrankheiten massiv zu. Pelzige Haustürgriffe, stinkende käferlastige Bürotoiletten und tote Ratten und Uringeruch im Treppenhaus lassen ahnen, woher das kommt. Der Dreck wird nach der SARS-Epidemie schrittweise weniger. Insbesondere Treppenhäuser sind heute sauberer.

Ludigel 2004: Massiver Smog an Hauptverkehrsstraßen gepaart mit feuchter Sommerhitze führen zu Schwindel, Kreislaufversagen und Trombose in den Beinen.

Seit 2011: Junior (heute 6 Jahre) ist seit Geburt praktisch dauererkältet. Verschleimte Erkältung, von Ärzten öfter mal als Allergie umschrieben.

Ludigel ab ca. 2014: Dauererkältung mit Verschleimung. Ab 2016 mit Nasennebenhöhlenreizung. Ausweitung zu Schwindel/Nackenschmerzen. Abhilfe liefert Benutzung einer Nasendusche.

Ludigel 2015: Ein gutartiges Wucherwachstum wird festgestellt. Tierversuche haben in einer wissenschaftlichen Studie erwiesen, dass der statt Palmöl seit den späten 90er Jahren verwendete Industrieschmierstoff DEHP - fast überall im Taiwan-Essen zu finden bis 2014 - eben dieses Wachstum auslöst. Abhilfe durch OP in Privatklinik (nach Versagen der taiwan. Kassenärzte die OP auf Sant-Nimmerleinstag verschieben oder falsch diagnostizieren).

Seit ca. 2014: Frau entwickelt eine Dauererkältung, die sich ab 2017 in Dauerhusten ausweitet

2017: Junior (6) hat hohes Fieber, Lungenentzündung. Ärzte reden von Allergie.

Frau hatte schon recht. Die Lebensqualität in Taiwan ist einfach höher als in Deutschland. Man kann schließlich auch um 2 Uhr morgens ein gottverfluchtes Plastikjoghurt im Plastikbecher kaufen im Seven-Eleven.

Dienstag, November 14, 2017

Sexuelle Belästigungen (das Taiwanblog gibt auch...)

... seinen Senf dazu.

Sexuelle Belästigungen und Schlimmeres sind das große Thema der Zeit. Natürlich erscheint die massive Beschäftigung der Presse damit exzessiv und natürlich kann man von Vorverurteilung reden - wenn Karrieren allein durch die Macht von Facebook und Co beendet werden. Ohne Anklage, Gericht und Urteil.
Wie es weiter geht weiß ich auch nicht. Zwischenzeitlich halte ich eine weitere Aufhitzung der Diskussion für denkbar. Ich dachte zwischendurch "jetzt rasten alle aus und übertreiben" und mag das auch noch kommen oder schon so sein, so fiel mir jedoch auf, dass sexuelle Übergriffe offensichtlich sehr viel häufiger sind, als ich bislang so angenommen habe. Auch weil Sexualität eben immer noch ein Tabuthema ist und auf gewisse Art wohl auch immer bleiben wird und man daher nicht immer drüber nachdenkt.

Selbst sind mir als Zuhörer, an der Aufklärung beteiligter oder sogar als Opfer (im Kindesalter) sexuelle Übergriffe in der Tat hinreichend häufig begegnet. Häufiger als es sein sollte und daher denke ich, dass am Ende der gegenwärtigen Aufregung ein anständigerer Umgang von Menschen (Männern) in irgendwelchen Machtpositionen gegenüber Schwächeren oder irgendwie Abhängigen stehen wird.

Meine persönlichen Erfahrungen:

1) In meiner Zeit in einer Dot-Com - Softwarebude in Deutschland war ich in der heftigen Umstrukturierphase ein Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen. Eine Kollegin erklärte ein Kollege (meine Wertung: etwas weltfremder, netter Computernerd, hielt Frauen vermutlich für Wesen von Omega Centauri) würde sie immer unangemessen Anstarren und auch immer wieder an unangenehmer Stelle antatschen. Da sie ihm zuarbeiten musste bat sie mich das Problem vielleicht in den Griff zu kriegen. Ich löste es durch ein Gespräch von "Mann zu Mann" bei dem der Beschuldigte alles zunächst schroff zurück wies, nach meinem rhetorisch ausgefeilten Nebensatz sonst mal kurz mit einem "hohen Tier" im Unternehmen zu reden (mit dem er zusammenarbeitete) räumte er jedoch die Vorwürfe halbwegs ein und gelobte Besserung. Die auch eintrat. Hätte ich wirklich mit dem "hohen Tier" reden müssen - ich glaube nicht, dass das viel gebracht hätte. So ließ es sich durch Psychologie lösen. Alles war noch unter strafbarem Niveau.

2) Selbe Firma. Kollegin bat mich und andere Kollegen auch um Hilfe. Kurzfassung: Sie hatte eine beginnende Affaire mit ihrem Chef, diese jedoch abgebrochen wie es ihr gutes Recht gewesen ist. Daraufhin würde ihr Chef (sehr einflussreich im Unternehmen und ein bekannter Provokateur und extrem schwieriger Kollege) ihr massive berufliche Probleme machen. Sie als vorgeblich inkompetent vor der Geschäftsführung anschwärzen und ihr mit Kündigung drohen.
Ich bat den Kollegen zum persönlichen Gespräch, doch konnte ich gegen einen so im täglichen Mobbing gewieften Menschen nicht angekommen - der auch noch im Bunde mit einem Mitglied der Geschäftsführung war. Der Kollege beschwerte sich bei mir, es sei ein Unding gewesen, dass die Kollegin ihn sexuell zurückgewiesen habe nach vorher eindeutigen Signalen. Er lies sich bei allen Verweisen auf sexuelle Selbstbestimmung gerade von abhängig Angestellten nicht davon abbringen und führte sein Mobbing weiter. Erst mit seinem Weggang löste sich die Situation. Später kam er zurück ins Unternehmen, aber da waren sein Opfer und selbst ich schon weg. Er war ein ganz und gar unangenehmer Mensch der bizarrerweise zu hysterischen Reaktionen beim Anblick einer ... Tomate ... tendierte.

3) Meine Frau beschwert sich immer mal wieder, sie würde in Taipei von Herren im Vorbeigehen angegrabscht. In der Menge will sie den Täter nicht identifizieren und es wäre auch schwierig. Oder es passiert, wenn ich eh gerade nicht da bin.

4) Auch in Deutschland ist so etwas offenbar für Frauen zwar kein Alltag, aber kommt immer mal wieder vor, wie ich jetzt im persönlichen Kontakt erfahren haben.

5) Und zu guter Letzt:  Als Kleinkind(!) bin ich selbst von einem angesifften stadtstreicherhaften älteren Mann auf einem Spielplatz angetascht worden. Ich hatte unaufgeklärt damals keine Ahnung was eigentlich vor sich ging und bin einfach weggegangen. Die messerscharfe Erinnerung daran, die erst 15 Jahre später oder so gepaart mit großer Wut auftauchte zeigt, wie psychologisch relevant solche Belästigungen sind.

Ein unerquickliches Thema und wenn es tatsächlich noch einen der wenig gewordenen Blogkommentare diesmal zu diesem Thema gibt versteht sich sicher angemessene Wortwahl von selbst - um nicht von der Kommentarfee durch Löschung belästigt zu werden.

Die Presse fordert Männer pauschal immer wieder dazu auf ihr Verhalten "einzugestehen" und zu ändern. Nun mag unser Herz grundsätzlich ein finsteres Loch sein, aber etwas weniger Pauschalität wäre doch wünschenswert.
Sexismus sei auch schon, wenn man Damen beim Heben schwerer Taschen hilft etc habe ich neulich gelesen. Im überkorrekten Spiegel (Online) war das wohl. Nun, in dieser Hinsicht muss ich zugeben, mich bei jedem zweiten bis dritten Aufenthalt in Flugzeugen sexistisch betätigt zu haben. Die so von physikalischer Arbeit befreite Damenwelt möge es mir nachsehen.

EDIT: Den schlimmsten Fall habe ich vergessen. In meiner Kindheit war unten im Haus eine Familie mit einer wunderschönen blonden kleinen Tochter und einem für mich damals exotischen holländischen Namen. Ich habe die Gleichaltrige nie zu Gesicht bekommen, weil sie immer kreischend verschwand, sowie jemand in ihre Nähe kam. Jahrzehnte später hörte ich, dass sie magersüchtig ist und vom Vater missbraucht worden war. Natürlich ein Fall der über die aktuelle Pressediskussion weit hinaus geht.

Freitag, November 10, 2017

Kindergeld... (Update)

Ludigel stellt Kindergeldantrag. Wird natürlich abgelehnt

OK, viele bekommen heute deutsche Sozialleistungen ohne je einen Cent eingezahlt zu haben. Es claro. Wenn ich nun aber einen Wohnsitz in Deutschland anmelde (Ende letzten Jahres gemacht) und mir Juniors deutsche Auslandsschule in Taiwan die Haare vom Kopf frisst, wird mein Antrag auf Kindergeld natürlich abgelehnt. Hatte ich auch nicht anders erwartet. Ich werde allerdings Einspruch erheben, denn die Ablehnung sagt:

a) (Ich müsse einen Wohnsitz in D haben ODER in D steuerpflichtig sein) UND (mit Junior im Ausland in gemeinsamer Wohnung leben) 
um Kindergeld zu bekommen.

b) Ich würde weder in D einen Wohnsitz haben noch dort steuerpflichtig sein.

Meiner Kenntnis nach ist (a) korrekt und daher müsste ich Kindergeld bekommen, denn ich erfülle sogar alle zwei Voraussetzungen vor dem UND und die dahinter auch noch.

- Ich bin seit Dez. 2016 in Deutschland gemeldet. Ich bewohne das Einfamilienhaus zu 1/4 räumlich und zu etwa 1/4 des Jahres zeitlich. Und habe 1/4 Eigentum daran.
- Daraus müsste sich die deutsche Steuerpflicht ergeben, auch wenn mein Taiwangehalt korrekt nach Deutsch-Taiwanischem Doppelbesteuerungsabkommen in Taiwan versteuert werden müsste.

Wenn die Kindergeldkasse also ablehnen will, bräuchten sie schon eine andere Begründung. Ich werde daher Einspruch erheben und Meldebescheinung aus Heimatstadt in D und (die wohl noch zu beantragende Steuerkarte) in Kopie belegen (Steuernummer habe ich natürlich schon).

Mal gucken wie es weiter geht.

INFO: Keinen Anspruch auf Kindergeld in Deutschland hat etwa, wer nur im Ausland lebt und in D keinen Wohnsitz hat und z.B. mangels Einkünften keine Steuern zahlt. In Fallballspielen wäre das so:

I) Hugo lebt in Taipei mit Frau Fanny Low und Sohn Hannes-Ashton. Arbeitet bei Gobbletec in Taipei. Keine Meldung in D, keine Einkünfte in D (reden wir mal nicht über Minizinsen unter Freibetrag*). => kein Kindergeld.

II) Hannes ist wie Hugo, hat sich aber von Frau (räumlich) getrennt und lebt wieder in Hannover. Junior lebt mit Frau im herrlichen Taipei. => kein Kindergeld (denke ich, weil keine gemeinsame Wohnung mit Junior).

III) Ludigel ist wie Hugo, ist aber in D gemeldet (bewohnt die Wohnung auch zeitweilig) und wird eine Steuererklärung wegen Zinseinkünften ausfüllen. Schon die Meldung ODER die steuerpflicht müsste meiner derzeitigen Kenntnis nach für Kindergeld ausreichen.

Selbst wenn man meine Wohnsituation so interpretieren würde, dass mein Hauptwohnsitz Taiwan ist müsste Meldung in D und faktisches Bewohnen einer Wohnung zu einem Teil des Jahres immer noch reichen für die Kindergeld- und Steuerpflicht.

* mir unklar, reicht aber sicher nicht für unbeschr. Einkommenssteuerpflicht, die man für Kindergeld bräuchte

UPDATE: Ist endgültig abgelehnt, es bliebe nur der Klageweg. U.a. behauptet die Familienkasse mein Sohn sei nie nach Deutschland eingereist, weil er keine Steuernummer habe. Eingereist ist er schon, nur eben auch wieder ausgereist und nur bei der Einreise gibt es keine Steuernummer, sondern nur bei der Anmeldung/dauerhaftem Aufenthalt. Wer für ein Kind das im Ausland lebt deutsches Kindergeld erhält schreibt das freundlicherweise in den Kommentaren oder schickt mir eine Email an kontakt@globalforeigner.com. Ich meine allerdings keine Fälle, bei denen jemand vortäuscht, das Kind lebe in Deutschland wenn das nicht der Fall ist. Den Weg gehe ich natürlich nicht.